Glyphosat-Rechtsstreit: Bayer schließt milliardenschweren Vergleich

Glyphosat-Rechtsstreit: Bayer schließt milliardenschweren Vergleich

Bayer-Hauptsitz von Nordamerika in Whippany.

Stand: 17.02.2026 19:55 Uhr

Bayer zieht mutmaßlich einen Schlussstrich unter den jahrelangen Rechtsstreit der US-Tochter Monsanto um den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat. Mit dem milliardenschweren Vergleich soll wieder Ruhe einkehren im Konzern.

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer hat im milliardenschweren Rechtsstreit um mutmaßliche Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Glyphosat in den USA einen Vergleich geschlossen.

Die US-Tochter Monsanto habe sich auf eine langfristige Vereinbarung geeinigt, um sowohl anhängige als auch mögliche künftige Klagen beizulegen, teilte Bayer mit. Der Vergleich sieht Zahlungen von bis zu 7,25 Milliarden Dollar über einen Zeitraum von maximal 21 Jahren vor.

Zehntausende Klagen anhängig

Mehrere zehntausend Klagen waren gegen die Bayer-Tochter Monsanto wegen mutmaßlicher Gesundheitsschäden anhängig. Das Unternehmen verspricht sich durch den nun mit den Klägern vereinbarten Vergleich eine Entlastung und mehr Planungssicherheit – ein “Schuldeingeständnis” sei damit nicht verbunden, betonte Bayer.

Mögliche Krebserkrankungen durch Glyphosat

Die Kläger führten Krebserkrankungen auf Glyphosat zurück. Ein Gremium der Weltgesundheitsorganisation hatte den Wirkstoff, der in dem Unkrautvernichter-Produkt Roundup enthalten ist, als “wahrscheinlich krebserregend beim Menschen” eingestuft.

Mehrere europäische Einrichtungen folgten dem nicht. Genauso weist der Glyphosat-Hersteller Bayer den Verdacht zurück, dass der Unkrautvernichter krebserregend sei.

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