Gespräche zwischen Russland, Ukraine und USA auf Mittwoch verschoben

Gespräche zwischen Russland, Ukraine und USA auf Mittwoch verschoben

Wolodymyr Selenskyj (Archivbild)

Stand: 01.02.2026 12:23 Uhr

Eigentlich sollten die Friedensgespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA heute fortgesetzt werden. Nun werden sie auf Mittwoch verschoben, teilte Präsident Selenskyj mit. Er sei zu einer “substanziellen Diskussion” bereit.

Die nächste Gesprächsrunde zwischen Kiew, Moskau und Washington für ein mögliches Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ist nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf Mittwoch und Donnerstag verschoben worden.

“Die Termine für die nächsten trilateralen Treffen stehen fest: 4. und 5. Februar in Abu Dhabi”, schrieb Selenskyj im Onlinedienst X. Die direkten Verhandlungen zwischen Vertretern der USA, Russlands und der Ukraine in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate waren ursprünglich für diesen Sonntag geplant gewesen.

“Die Ukraine ist bereit für eine substanzielle Diskussion, und wir sind an einem Ergebnis interessiert, das uns einem echten und würdigen Ende des Krieges näher bringt”, so Selenskyj. Anders als vergangene Woche wollten sich die Ukraine und Russland diesmal auch ohne US-Vertreter treffen.

USA und Russland führen “konstruktives” Vorgespräch

Zuvor hatte der US-Gesandte Steve Witkoff erneut den russischen Unterhändler Kirill Dmitrijew getroffen. Es sei ein “konstruktives” Gespräch gewesen, erklärte Witkoff bei X. Es habe gezeigt, “dass Russland sich für den Frieden in der Ukraine einsetzt”.

Nach Angaben der US-Vermittler sind sich Kiew und Moskau inzwischen in mehreren Punkten einig – aber nicht im Hauptstreitpunkt: Russland fordert einen vollständigen Rückzug der ukrainischen Truppen aus der – ukrainischen – Region Donezk. Dies lehnt die Regierung in Kiew entschieden ab.

Russische Angriffe verlagern sich

Russland hatte sich auf Bitten von US-Präsident Donald Trump bereiterklärt, wegen der extremen Kälte zunächst von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur in der Ukraine abzusehen – laut Kremlsprecher Dmitri Peskow bis zum heutigen Sonntag, um für die Verhandlungen eine gute Grundlage zu schaffen.

Selenskyj erklärte nun, dass sich die russischen Angriffe stattdessen auf die Verkehrsinfrastruktur verlagert hätten. “Es ist offensichtlich, dass die Russen unsere Städte voneinander abschneiden wollen”, sagte er. Bei neuen massiven russischen Drohnenangriffen wurden in der Großstadt Dnipro mindestens zwei Menschen getötet.

Am vergangenen Wochenende hatten Unterhändler Moskaus und Kiews in Abu Dhabi erstmals seit langer Zeit wieder direkt miteinander über eine Beendigung der Kämpfe gesprochen.

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