RTL Deutschland hat heute angekündigt, sein Programm umfangreich neu auszurichten. Im Bereich RTL News fallen dadurch 230 Stellen weg. Bei RTL Deutschland sind es laut Unternehmen insgesamt 600 von rund 7.500.
Die Entwicklung hatte sich bereits Anfang Dezember des vergangenen Jahres abgezeichnet. Da hatte der Kölner Sender eingeräumt, dass die linearen Werbeumsätze seit 2019 um mehr als 20 Prozent gesunken seien. Wie die Einsparungen im Einzelnen aussehen hat RTL heute den eigenen Mitarbeitenden und in einer Pressemitteilung der Öffentlichkeit mitgeteilt.
RTL stellt demnach sein Magazin “Gala” ein, Vox das Format “Prominent”, die Morgenprogramme von RTL und NTV zwischen sechs und neun Uhr werden zusammengelegt. In der Primetime will RTL sich journalistisch auf investigative Formate wie “Team Wallraff” oder “stern investigativ” konzentrieren.
“Keine betriebsbedingten Kündigungen”
Die Programm-Geschäftsführerin Inga Leschek geht in einer Pressemitteilung auf den Stellenabbau ein. “Dass Menschen, die mit großem Engagement zum Erfolg von RTL News beigetragen haben, ihren Arbeitsplatz verlieren, bedauern wir zutiefst”, heißt es darin wörtlich.
RTL betont, dass betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden sollen. Der Stellenabbau, so heißt es in der Erklärung, erfolge in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat. Schon im Dezember hieß es, es solle zum einen ein spezielles Abfindungsprogramm geben. Daneben würden nach RTL-Angaben Altersteilzeitregelungen umgesetzt.
Digitalangebote boomen
Das lineare Fernsehen blutet aus, Digitalangebote boomen. Das könnte die Überschrift über die Pläne des Kölner Privatsenders sein. RTL begründete schon im vergangenen Dezember den Stellenabbau mit einer strategischen Neuausrichtung.
Das Unternehmen habe massiv in den Ausbau des Streamingdienstes RTL plus investiert. Die Abonnentenzahl sei damit auf 6,6 Millionen gestiegen.
Der Kölner Sender trägt dem nach eigenen Angaben Rechnung und verlagert sein Interesse auf digitale Angebote. Wörtlich heißt es: Die Unternehmens-und Kostenstrukturen werden noch gezielter auf das Streaming-Geschäft ausgerichtet.
Unsere Quellen:
- RTL Deutschland
- WDR-Reporter
Sendung: WDR Hörfunk, Lokalzeit aus Köln, 07.01.2026, 11:31 Uhr
