Es gibt erste Hinweise zur Ursache des Zugunglücks in Spanien mit 45 Toten: Eine gebrochene Schiene könnte einem Bericht der Untersuchungskommission zufolge zu der Katastrophe geführt haben. Weitere Untersuchungen stehen aus.
Der Bruch einer Schiene könnte der Grund für das Zugunglück mit vielen Toten und Verletzten im Süden Spaniens sein. Das geht aus einer ersten vorläufigen Einschätzung der staatlichen Untersuchungskommission für Eisenbahnunfälle (Ciaf) hervor.
Zwei Hochgeschwindigkeitszüge nahe der Ortschaft Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba waren am Sonntagabend zusammengestoßen. Zunächst waren die letzten Wagen eines Zuges entgleist und auf das Nebengleis geraten. Ein entgegenkommender Zug kollidierte mit diesen Waggons und wurde bei einer Geschwindigkeit von mehr als 200 Kilometern pro Stunde aus dem Gleis geschleudert.
Einkerbungen an Zugrädern
Dem Bericht zufolge wurden Einkerbungen an den Rädern des entgleisten Zuges entdeckt. Dies sowie eine Verformung an der Schiene würden auf einen Schienenbruch hinweisen, hieß es weiter.
Ähnliche Kerben seien auch an den Rädern von drei anderen Zügen gefunden worden, die kurz zuvor diesen Streckenabschnitt passiert hätten. Schienenproben würden nun an ein metallografisches Labor geschickt, um die möglichen Ursachen für den Bruch zu ermitteln. Aber auch andere Hypothesen zur Unfallursache würden weiterhin nicht ausgeschlossen, betonte die Kommission.
