Flugverkehr im Nahen Osten läuft trotz Krieg teilweise wieder an

Flugverkehr im Nahen Osten läuft trotz Krieg teilweise wieder an

Ein Passagierflugzeug vom Typ Airbus A380 der Emirates Airlines.

Stand: 06.03.2026 • 11:24 Uhr

Sechs Tage nach Kriegsbeginn nehmen die Fluggesellschaften Emirates und Etihad den Betrieb am Golf allmählich wieder auf. In Frankfurt ist zudem ein zweiter Evakuierungsflug der Bundesregierung aus dem Oman gelandet.

Der Flugverkehr im Nahen Osten wird trotz des andauernden Kriegs an einigen Orten teilweise wieder aufgenommen. So kündigten die Fluggesellschaften Emirates und Etihad Airways an, ihren Betrieb an den Drehkreuzen in den Vereinigten Arabischen Emiraten in begrenztem Umfang wieder zu starten.

Emirates teilte mit, bis auf Weiteres 82 Zielflughäfen zu bedienen. Passagiere, die am Drehkreuz Dubai umsteigen, würden jedoch nur befördert, wenn ihr Anschlussflug gesichert sei. Die in Abu Dhabi ansässige Etihad kündigte an, bis zum 19. März einen eingeschränkten Flugplan anzubieten. Angeflogen werden rund 70 Ziele, darunter Frankfurt, London und Paris.

Flugplan dennoch deutlich ausgedünnt

Die Sicherheitslage bleibt jedoch fragil. Ein von Frankreich gecharterter Air France-Flug zur Rückholung von Staatsbürgern musste zuletzt wegen Raketenbeschusses in der Region umkehren.

Am Flughafen Dubai starteten und landeten zwar am Donnerstag bereits fast doppelt so viele Flieger wie noch am Mittwoch. Das entsprach aber trotzdem nur etwa 25 Prozent der üblichen Kapazitäten.

Weiterer deutscher Rückholflug aus Oman erwartet

Auch die Evakuierungsflüge der Bundesregierung laufen weiterhin. Kurz vor 11 Uhr landete eine Condor-Maschine aus Maskat in Oman in Frankfurt am Main. Eigentlich sollte sie bereits am Donnerstagabend in Deutschland ankommen. Der Abflug hatte sich jedoch erheblich verzögert.

Im Zuge der Evakuierungsaktion war am Donnerstagmorgen eine erste Maschine aus Maskat in Frankfurt gelandet. Für Sonntag hat die Regierung außerdem einen ersten Rückholflug aus der saudischen Hauptstadt Riad vorgesehen. Geprüft werde auch, ob weitere Sonderflüge “notwendig sind und möglich sind”.

Eurowings plant eigenen Sonderflug aus Saudi-Arabien

Zusätzlich schickt die Lufthansa-Tochter Eurowings ein erstes eigenes Flugzeug nach Saudi-Arabien, um rund 150 Touristen nach Deutschland zurückzuholen. Geplant ist ein Sonderflug nach Köln in der Nacht von Freitag auf Samstag, wie das Unternehmen mitteilte.

An Bord kommen Gäste des eigenen Reiseveranstalters Eurowings Holidays, die in Dubai und Umgebung vom US-israelischen Angriff auf Iran überrascht worden waren. Sie sollen mit Bussen zum Flughafen Riad gebracht werden.

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