EU-Abgeordnete fordern von UEFA Prüfung von WM-Boykott

EU-Abgeordnete fordern von UEFA Prüfung von WM-Boykott

Die Weltmeisterschaftstrophäe steht auf einem Podest im John F. Kennedy Center for the Performing Arts.

Stand: 04.02.2026 14:02 Uhr

In Europa gibt es Forderungen nach einem Boykott der Fußball-WM. Damit soll gegen die Politik von US-Präsident Trump protestiert werden. Nun haben EU-Abgeordnete einen Aufruf gestartet.

Mehrere EU-Abgeordnete haben die Europäische Fußball-Union UEFA in einem Brief aufgefordert, sich bezüglich der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA klarer zu positionieren.

Das Schreiben, das dem ARD-Studio Brüssel vorliegt, wurde von 19 EU-Abgeordneten aus den Reihen der europäischen Grünen, Sozialdemokraten, Liberalen und Linken unterschrieben.

EU-Abgeordnete fordern Diskussion über Konsequenzen

Darin verurteilen sie das Handeln und die Rhetorik des US-Präsidenten Donald Trump. Zum einen fordern sie, dass die UEFA die Entscheidung, US-Präsident Donald Trump mit dem FIFA-Friedenspreis auszuzeichnen, öffentlich kritisiert.

Zum anderen solle die UEFA Diskussionen über mögliche Konsequenzen unterstützen, falls die Werte des Fußballs wie Respekt, Würde, Gleichheit oder die gegenseitige Anerkennung von Nationen und Völkern weiterhin missachtet würden. Dabei sollten laut den Abgeordneten “koordinierte Boykotte oder andere Maßnahme” in Erwägung gezogen werden.

WM in den USA könnte Trumps Politik “normalisieren”

Zu den Unterzeichnern des Briefes zählen der SPD-Europaabgeordnete Matthias Ecke sowie die Grünen-Europaabgeordneten Daniel Freund, Rasmus Andresen und Erik Marquardt.

Die Stimme der UEFA besitze innerhalb des Weltverbandes FIFA moralisches und politisches Gewicht, schrieben sie. Insbesondere mit Blick auf Trumps Drohungen im Zusammenhang mit Grönland berge die Austragung der WM in den Vereinigten Staaten die Gefahr, “diese politischen Haltungen zu normalisieren und zu legitimieren”, so die EU-Abgeordneten.

Ein Turnier, das Milliarden von Menschen erreicht, könne nicht von seinem politischen Kontext getrennt werden.

Mit Informationen von Kathrin Schmid, ARD-Studio Brüssel.

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