Entscheidende Woche im Tarifstreit bei der Bahn

Entscheidende Woche im Tarifstreit bei der Bahn

Reisende warten im Berliner Hauptbahnhof auf einen ICE nach München

Stand: 23.02.2026 • 06:56 Uhr

Es ist die enscheidende Woche bei den Tarifverhandlungen zwischen Deutscher Bahn und GDL. Bis Freitag haben beide Seiten Zeit für einen reibungslosen Kompromiss. Sollte der nicht zustande kommen, drohen ab März Warnstreiks.

Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) treffen sich zur letzten Tarifrunde vor dem Ende der Friedenspflicht. Die nunmehr fünfte Gesprächsrunde ist für fünf Tage angesetzt. Kommt ein Kompromiss zustande, wären es die ersten Tarifverhandlungen seit 2018, in denen die GDL nicht den bundesweiten Bahnverkehr mit Arbeitskämpfen stilllegt. Andernfalls drohen im März wieder Streiks.

Bei Laufzeit besonders weit auseinander

Nachdem die Bahn vor knapp zwei Wochen ein erstes Angebot vorgelegt hatte, verschärfte die GDL zunächst den Ton und drohte mit Abbruch der Gespräche. In den darauffolgenden Verhandlungen gab es nach Angaben beider Seiten dann aber Annäherungen.

Ein erstes Angebot der Bahn sieht insgesamt eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 3,8 Prozent in zwei Schritten vor. Über Anpassungen im Tarifsystem sollen die Gehälter zudem um weitere 2,2 Prozent steigen. Dabei ist eine von der GDL geforderte zusätzliche Entgeltstufe berücksichtigt. Außerdem bietet die Bahn eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro an.

Deutliche Differenzen gibt es bei der Laufzeit. Die Arbeitgeberseite fordert 30 Monate, die GDL hält an zwölf Monaten fest.

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