Einzelhandel erwartet weniger Umsatz am “Black Friday”

Einzelhandel erwartet weniger Umsatz am “Black Friday”

Black Friday Werbung in einem Schaufenster

Stand: 17.11.2025 11:25 Uhr

Dass viele Menschen gerade aufs Geld achten, dürfte sich auch an den besonderen Aktionstagen für Rabatte wie dem “Black Friday” bemerkbar machen. Der Einzelhandel erwartet dabei weniger Umsätze.

Die Konjunkturflaute drückt auch die Erwartungen des Handels zum “Black Friday” und “Cyber Monday”. Lange Zeit hatte sich der Umsatz des Aktionstags von Jahr zu Jahr gesteigert, dieses Jahr rechnet der Handelsverband (HDE) zum ersten Mal mit einem Rückgang. Der Verband prognostiziert einen Umsatz von 5,8 Milliarden Euro, das wären zwei Prozent weniger als im vergangenen Jahr.

Trotzdem hofft der Handel auf großes Interesse an den Rabatt-Aktionen. Eine Umfrage des HDE ergab, dass 48 Prozent der Befragten den “Black Friday” zum Kauf reduzierter Produkte nutzen möchten, zum weniger bekannten “Cyber Monday” gab dies ein Drittel an. Das seien etwas mehr Menschen als noch 2024, so der HDE.

Rabatte für Geschenke – oder den täglichen Bedarf?

“Bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern sind die Aktionstage mit ihren Sonderangeboten beliebt, gerade jetzt in der wirtschaftlich angespannten Lage”, sagt stellvertretender HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Tromp.

Aus den Ergebnissen der Umfrage lasse sich zudem auch ablesen, dass für die Aktionstage in diesem Jahr nicht nur zusätzliche Käufe geplant seien, sondern auch mehr Käufe zur notwendigen Versorgung.

Laut HDE sind die Aktionstage beliebt für den Kauf von Weihnachtsgeschenken. Allerdings wollen sich viele Menschen dabei beschränken: Im Schnitt rechnen die Deutschen nach Angaben des Einzelhandelsverband dieses Jahr damit, dass sie 263 Euro für Geschenke ausgeben – das sind 34 Euro weniger als noch im Vorjahr.

Schuldenrisiko beim Online-Kauf

Während es auch im klassischen Einzelhandel Angebote zum “Black Friday” gibt, ist vor allem das Bestellen im Internet an den Aktionstagen beliebt.

Dabei gibt es Risiken. “Besonders jüngere Überschuldete sind von offenen Verbindlichkeiten bei Online- und Versandhändlern betroffen”, heißt es vom Statistischen Bundesamt.

Fast ein Drittel der Menschen, die im vergangenen Hilfe bei der Schuldnerberatung suchten, sind durch Internet-Shopping in ihre Situation geraten. Durchschnittlich standen sie bei Online- und Versandhändlern mit 644 Euro im Minus.

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