Deutsches Rotes Kreuz kritisiert Tötung von mehr als 300 Hilfskräften

Deutsches Rotes Kreuz kritisiert Tötung von mehr als 300 Hilfskräften

Hamas-Kämpfer vor Autos des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes.

Stand: 01.02.2026 12:09 Uhr

Sie riskieren ihr Leben, um den Menschen zu helfen – und geraten dabei selbst in die Schusslinie. Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Gröhe, spricht von einem “untragbaren Zustand” und fordert einen besseren Schutz.

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, hat die hohe Zahl von getöteten humanitären Einsatzkräften in Konflikten beklagt. Er verlangt eine bessere Durchsetzung des völkerrechtlichen Schutzes.

Im vergangenen Jahr seien weltweit mehr als 300 Helferinnen und Helfer während ihres Einsatzes für andere Menschen getötet worden, darunter auch viele Mitarbeitende der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, sagte Gröhe den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das sei ein “untragbarer Zustand”.

Besinnung auf humanitäres Völkerrecht gefordert

Hinter der Zahl steckten nicht nur Einzelschicksale, es handele sich vielmehr um eine Missachtung humanitärer Grundregeln insgesamt, betonte der DRK-Präsident. Die Helfer, die unter widrigen Bedingungen und großen Risiken das Leid anderer Menschen lindern wollten, seien ein Sinnbild an Mitmenschlichkeit.

“Es ist von sehr großer Bedeutung, dass den Regeln im bewaffneten Konflikt, dem humanitären Völkerrecht, endlich wieder mehr Geltung verschafft wird und das Recht umfassend durchgesetzt wird”, sagte Gröhe.

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