Bundesbank beklagt 5.000 Cyberangriffe pro Minute

Bundesbank beklagt 5.000 Cyberangriffe pro Minute

Blick auf die Zentrale der Deutschen Bundesbank In Frankfurt.

Stand: 24.01.2026 10:50 Uhr

Hochgerechnet auf ein Jahr sind es mehr als zwei Milliarden Attacken auf die IT-Systeme: Cyberkriminalität macht der Bundesbank immer mehr zu schaffen. Innenminister Dobrindt kündigt Gegenwehr an – auch im Ausland.

Oliver Neuroth

Bei der Deutschen Bundesbank kommt es jeden Tag zu unzähligen digitalen Angriffen. Betroffen sind vor allem die IT-Systeme, wie Bundesbankpräsident Joachim Nagel im Interview mit dem Tagesspiegel sagt.

Er berichtet von mehr als 5.000 Hackerangriffen pro Minute. Hochgerechnet auf ein Jahr seien es zweieinhalb Milliarden Cyberattacken auf die IT-Systeme. Nagel sagt, dass die Bundesbank ihre IT-Abwehr entsprechend hochgefahren und sie so “sicher wie möglich” gemacht hat. Daher prallten die allermeisten Angriffe an der Firewall ab. Trotzdem spricht der Präsident der deutschen Zentralbank von einem ständigen Wettlauf. Denn professionelle Hacker entwickelten ihre Technik immer weiter.

Dobrindt: “Wir werden zurückschlagen”

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt stellt klar, dass Cyberangriffe auf staatliche Institutionen oft in Verbindung mit ausländischen Geheimdiensten stehen und von ihnen finanziert werden. “Das können wir nicht hinnehmen”, sagt der Minister im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Dobrindt kündigt an, dass Deutschland konsequenter gegen Hackerangriffe vorgehen wird. “Wir werden zurückschlagen, auch im Ausland”, so Dobrindt. Cyber-Gegenangriffe, auch Hackbacks genannt, sind rechtlich allerdings umstritten. Dafür müsste das Grundgesetz geändert werden, um dem Bundeskriminalamt mehr Kompetenzen zu geben. Denn Gefahrenabwehr ist Ländersache.

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