Sie sollen Anschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa geplant haben: Nun ist ein weiterer mutmaßlicher Waffenschmuggler der Terrororganisation Hamas bei seiner Einreise nach Zypern gefasst worden.
Die Bundesanwaltschaft hat erneut einen mutmaßlichen Waffenschmuggler der Terrororganisation Hamas festnehmen lassen.
Der im Libanon geborene Kamel M. sei bereits am Freitag bei seiner Einreise aus dem Libanon nach Zypern am Flughafen aufgrund eines Europäischen Haftbefehls von Grenzbeamten gefasst worden, teilte die oberste deutsche Strafverfolgungsbehörde mit. Am Sonntag wurde demnach außerdem die Wohnung des Beschuldigten in Berlin durchsucht.
Die Bundesanwaltschaft wirft dem Festgenommenen die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor. Er soll im August 2025 die Übergabe von 300 Schuss scharfer Munition veranlasst haben. Die Munition wurde den Ermittlungen zufolge über den bereits im Januar festgenommenen Mohammad S. an weitere Komplizen weitergereicht.
Beschuldigte wird nach Deutschland überstellt
Seit Oktober 2025 hat die Bundesanwaltschaft schon mehrere Verdächtige im Zusammenhang mit mutmaßlicher Waffenbeschaffung für die Hamas festnehmen lassen. Die Waffen sollten nach Einschätzung der Ermittler für “Mordanschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa” dienen.
Der jetzt Festgenommene soll nun nach Deutschland überstellt und in Karlsruhe dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden. Dieser entscheidet dann, ob der Verdächtige in Untersuchungshaft muss.
