Nach der Brandkatastrophe in dem Schweizer Skiort, bei der in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben kamen, war der Barbesitzer zunächst festgenommen worden. Nun ist er wieder auf freiem Fuß.
Nach der Brandkatastrophe bei einer Silvesterparty in Crans-Montana ist der Betreiber der Bar “Le Constellation” aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Wie das zuständige Gericht mitteilte, seien 200.000 Franken (rund 216.000 Euro) auf dem Konto der Staatsanwaltschaft eingegangen. Das Geld stamme von engen Freunden von Jacques Moretti.
Das Gericht im Schweizer Kanton Wallis erklärte, Moretti komme gegen Auflagen auf freien Fuß. Damit solle eine Flucht verhindert werden. So muss Moretti etwa seine Ausweis- und Aufenthaltsdokumente bei der Staatsanwaltschaft hinterlegen und darf nicht ausreisen. Er muss sich außerdem täglich bei einer Polizeidienststelle melden. Gegen ihn und seine Frau wird weiter wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung sowie fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.
Weitere Personen im Visier der Staatsanwaltschaft
Bei dem Feuer in der Silvesternacht kamen 40 Menschen ums Leben, mehr als 100 wurden schwer verletzt. Moretti und seine Frau sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft bislang zwar die einzigen Beschuldigten in dem Strafverfahren. Staatsanwältin Beatrice Pilloud erklärte jedoch, die Staatsanwaltschaft behalte sich ausdrücklich vor “das Verfahren auf alle Personen auszuweiten, deren strafrechtliche Verantwortung in Betracht gezogen werden könnte.”
