Bahnverkehr läuft nach Wintersturm “Elli” langsam wieder an

Bahnverkehr läuft nach Wintersturm “Elli” langsam wieder an

Zwei ICE stehen im verschneiten Hauptbahnhof in Hannover.

Stand: 10.01.2026 14:17 Uhr

Schnee, Wind und Glatteis: Sturmtief “Elli” hat den Bahnverkehr vielerorts lahmgelegt. Nun rollt er wieder an – wenn auch weiter mit Einschränkungen. “Elli” zieht währenddessen Richtung Süddeutschland.

Die Folgen von Wintersturm “Elli” mit viel Schnee und Wind sind in weiten Teilen Deutschlands weiterhin zu spüren. Der Bahnverkehr soll aber wieder langsam anlaufen: Ab dem Mittag werde der im Norden zeitweise ausgesetzte Fernverkehr wieder den Betrieb aufnehmen – allerdings mit großen Einschränkungen, wie die Deutsche Bahn mitteilte.

Los ging es laut Bahn zunächst auf der Achse Berlin-Hannover-Ruhrgebiet. Andere Nord-Süd-Verbindungen, etwa zwischen Berlin und Hamburg, sollten erst im Laufe des Tages wieder den Betrieb aufnehmen, hieß es.

Auch regional wieder Züge und Busse unterwegs

“Bitte prüfen Sie, ob Sie Ihre Reise verschieben können”, mahnte die Bahn auf ihrer Internetseite. Eine Reihe von Verbindungen sollen demnach voraussichtlich erst am Sonntag wieder fahren, etwa zwischen Hamburg und Kopenhagen, Amsterdam und Hannover oder Rostock und Berlin.

Auch der Regionalverkehr – vor allem in Niedersachsen und Schleswig-Holstein – bleibt heute eingeschränkt. Nach Angaben der Bahn ist mit einem reduzierten Angebot sowie Verspätungen und Ausfällen zu rechnen. Wie auch vielerorts die Busse standen viele Regionalzüge ebenfalls vorübergehend still.

Flugbetrieb in Hamburg wieder angelaufen

Nach zahlreichen Ausfällen in den Vortagen hat sich der Betrieb am Hamburger Airport inzwischen weitgehend normalisiert. Dennoch werden Reisende gebeten, ihren Flugstatus laufend zu prüfen und sich bei Fragen direkt an die Fluggesellschaft zu wenden. Am Donnerstag und Freitag waren wegen des Sturmtiefs mehr als 100 Abflüge und Ankünfte ausgefallen. Die Räumfahrzeuge waren im Dauereinsatz.

Schnee, Minusgrade und Glatteis

“Elli” hatte bislang besonders den Norden Deutschlands getroffen. Zu Beginn des Wochenendes gab es viele Unfälle, ebenso im Osten. Im Süden blieb es dagegen ruhiger, doch genau dort zieht das Tief nun hin: Statt im Norden soll es nun in der Mitte und im Süden schneien – mit einem besonderen Fokus im Schwarzwald und im Allgäu. Dort sind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis zur zweiten Hälfte der kommenden Nacht 20 bis 30, in den Hochlagen des Schwarzwalds sogar bis zu 50 Zentimeter Neuschnee möglich.

In der Nacht zum Sonntag soll es den Prognosen zufolge wieder sehr kalt werden, mit gebietsweise bis zu -15 Grad. Zum Wochenanfang soll es dann wieder wärmer werden. Laut DWD könnte dann Regen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt vielerorts zu Glatteis führen.

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