Automarkt legt in Deutschland legt zum Jahresende 2025 etwas zu

Automarkt legt in Deutschland legt zum Jahresende 2025 etwas zu

Neuwagen der Marken Volkswagen, Audi und Cupra

Stand: 06.01.2026 15:03 Uhr

Dank eines starken Dezembers ist die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland 2025 leicht gestiegen. Immer beliebter werden Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge. Während BMW und BYD deutlich zulegen konnten, verlor Tesla stark.

Der Automarkt in Deutschland ist im vergangenen Jahr leicht gewachsen. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen lag mit 2,9 Millionen Fahrzeugen 1,4 Prozent über dem Vorjahreswert, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte. Der Dezember brachte mit einem Plus von fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat der schleppenden Entwicklung einen Schub.

Trotzdem hat sich die Nachfrage vom Einbruch durch die Corona-Krise vor fünf Jahren weiter nicht durchgreifend erholt. Zum Vergleich: 2019 waren noch 3,6 Millionen Neuwagen auf die Straßen gerollt. Es herrsche eine anhaltende Kaufzurückhaltung, erklärte Constantin Gall, Autoexperte der Unternehmensberatung EY. “Die schwache Konjunktur, zunehmende Arbeitsplatzsorgen und die Vielzahl an politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Krisen fordern ihren Tribut.”

Noch kein echter Hochlauf bei der Elektromobilität

Ein Lichtblick waren 2025 die neuen E-Autos in Deutschland: 545.142 elektrisch angetriebene Wagen wurden laut KBA neu zugelassen – 43,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Reine Elektroautos kamen demnach auf einen Marktanteil von 19,1 Prozent. Fast jeder fünfte Neuwagen fährt damit rein elektrisch.

2024 war allerdings wegen des überraschenden Aus für die sogenannte Umweltprämie der Absatz eingebrochen. Fachleute sehen deshalb noch keinen echten Hochlauf bei der Elektromobilität in Deutschland. “Die Zahlen deuten auf den ersten Blick auf einen Elektro-Boom hin”, sagte EY-Verkehrsexperte Constantin Gall mit. “Tatsächlich aber gleicht das starke Wachstum des Jahres 2025 nur den Absatzeinbruch des Jahres 2024 aus.” Im Vergleich zu 2023 liege die Steigerung bei lediglich rund vier Prozent. 

Die meisten Neuwagen im Jahr 2025 hatten einen Hybridantrieb. Diese Modelle kamen auf einen Marktanteil von 39,5 Prozent, wobei rund jeder vierte Hybrid-Wagen ein Plugin-Hybrid war. Bei den Hybriden mit extern ladbarer Batterie gab es auch den stärksten Anstieg im Jahresvergleich – um 62,3 Prozent. Der Anteil benzinbetriebener Pkw sank hingegen auf 27,2 Prozent, der von Dieseln auf 13,8 Prozent.

BYD mit starkem Plus, Tesla mit Einbruch

Bei den deutschen Marken erreichte BMW mit knapp neun Prozent das stärkste Plus bei den Neuzulassungen, gefolgt von Ford (+8,8 Prozent). Den größten Marktanteil unter den deutschen Herstellern verzeichnete VW mit 19,6 Prozent. Anteilsstärkste Importmarke war mit fast acht Prozent Skoda. Auf Platz zwei und drei standen Seat (5,7 Prozent) und Hyundai (3,3 Prozent).

Den größten Sprung mit einem Zuwachs von über 700 Prozent machte der chinesische Autobauer BYD. Der Anteil an den Neuzulassungen ist mit 0,8 Prozent aber vergleichsweise gering. Hohe Rückgänge mussten hierzulande Porsche (-17,7 Prozent), Smart (-62,1 Prozent) oder Tesla (-48,4 Prozent) hinnehmen.

Für das laufende Jahr erwarten die Autobauer ein leichtes Wachstum. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) und der Importeursverband VDIK prognostizierten 2,0 bis 2,5 Prozent Wachstum auf mehr als 2,9 Millionen Autos. Das sei aber nur möglich, wenn die von der Bundesregierung beschlossene Förderung neuer Elektroautos zügig umgesetzt werde.

Mit Informationen von Till Bücker, ARD-Finanzredaktion.

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