Auswärtiges Amt vermutet auch Deutsche unter Opfern des Zugunglücks

Auswärtiges Amt vermutet auch Deutsche unter Opfern des Zugunglücks

Rettungskräfte arbeiten neben einem entgleisten Zug

Stand: 20.01.2026 07:30 Uhr

Unter den Opfern des schweren Zugunglücks in Spanien sind laut Auswärtigem Amt möglicherweise auch deutsche Staatsangehörige. Genaue Angaben liegen noch nicht vor. Mindestens 40 Menschen waren bei dem Unglück ums Leben gekommen.

Franka Welz

Nach dem schweren Zugunglück in Südspanien bemühen sich die Behörden, um eine schnelle Identifizierung der zahlreichen Todesopfer. Mindestens 40 Menschen kamen am Sonntagabend ums Leben, nachdem zwei in entgegengesetzter Richtung fahrende Hochgeschwindigkeitszüge entgleist waren.

Spaniens Innenminister Fernando Grande Merlaska erklärte am späten Montagabend im spanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen, fast alle der bisher geborgenen Leichen seien bereits in das Institut für Rechtsmedizin gebracht worden. Dort liefen die Identifizierungsarbeiten auf Hochtouren.

Auch deutsche Staatsbürger unter den Opfern?

Auch die Bergungsarbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Die Behörden befürchten, dabei könnten weitere Todesopfer entdeckt werden. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es auf Anfrage, “leider müssen wir davon ausgehen, dass sich auch deutsche Staatsbürger unter den Betroffenen befinden”. Über die Anzahl gebe es derzeit noch keine verlässlichen Angaben. Man stehe im engen Austausch mit den Behörden, um Aufklärung zu betreiben.

Die Untersuchung des Zugunglücks deutet laut dem spanischen Verkehrsministers Óscar Puente auf einen Bruch eines Gleisabschnitts hin. Dies könnte allerdings “Ursache oder Folge” der Entgleisung des einen Hochgeschwindigkeitszugs sein, die zu dem folgenschweren Unglück führte.

Schwerstes Zugunglück in Spanien seit 2013

Die Wiederaufnahme des Zugverkehrs zwischen Madrid und Andalusien verzögert sich nach Angaben des spanischen Verkehrsministers weiter. Angesichts der Schäden an den Gleisen könne die Strecke erst wieder “um den 2. Februar herum” befahren werden, erklärte Puente.

Es ist das schwerste Zugunglück in Spanien seit 2013. Damals waren 80 Menschen ums Leben gekommen, als ein Zug nahe Santiago de Compostela auf kurviger Strecke entgleiste. Unglücksursache war damals überhöhte Geschwindigkeit.

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