Nach der Brandkatastrophe in der Schweiz sind alle 40 Todesopfer identifiziert. Sie wurden zwischen 14 und 39 Jahre alt. Hunderte Menschen gedachten der Opfer mit einem Trauermarsch durch den Ort.
Die Schweizer Behörden haben alle 40 Todesopfer des Barbrandes in Crans-Montana identifiziert. Darunter befinden sich 21 Schweizerinnen und Schweizer, wie die Polizei im Kanton Wallis mitteilte. Hinzu kämen neun Franzosen, sechs Italiener, eine Belgierin, eine Portugiesin, ein Rumäne und ein Türke. Die Opfer wurden zwischen 14 und 39 Jahre alt, 20 von ihnen waren minderjährig.
119 Menschen wurden verletzt, unter ihnen sind mehr als 70 Schweizer sowie Franzosen, Italiener, Serben und einzelne Angehörige anderer Länder. Deutsche Opfer wurden bislang nicht gemeldet. Viele erlitten schwerste Brandverletzungen, die in Spezialkliniken behandelt werden müssen.
Gegen die französischen Betreiber wird derweil unter anderem wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Der Brand war in der Silvesternacht ausgebrochen, als zahlreiche junge Menschen in der Bar “Le Constellation” ins neue Jahr feierten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde das Feuer wahrscheinlich durch eine funkensprühende Partyfontäne ausgelöst. Sie setzte den Erkenntnissen zufolge Schaumstoff an der Decke in Brand.
Schweiz plant nationalen Trauertag
Am Sonntag gedachten Hunderte Menschen mit einem Schweigemarsch der Opfer des tödlichen Brands. Trauernde verließen schweigend nach einem Gottesdienst in Crans-Montana eine Kapelle, während Orgelmusik spielte.
Am 9. Januar plant die Schweiz zudem einen nationalen Trauertag und eine Gedenkfeier für die Opfer. Zu Beginn der Trauerfeier in Crans-Montana sollen laut Bundespräsident Guy Parmelin im ganzen Land die Kirchenglocken läuten, begleitet von einer landesweiten Schweigeminute.
