AfD Sachsen-Anhalt setzt Kommission zu Vetternwirtschafts-Vorwürfen ein

AfD Sachsen-Anhalt setzt Kommission zu Vetternwirtschafts-Vorwürfen ein

Stimmkarten werden bei der Wahl zu den AfD-Kandidaten in die Höhe gehalten.

Stand: 23.02.2026 • 20:30 Uhr

Bei der AfD in Sachsen-Anhalt wird es keinen Sonderparteitag geben, um Vorwürfe der Vetternwirtschaft aufzuarbeiten. Einige Mitglieder hatten zuvor einen solchen Parteitag gefordert. Stattdessen setzt die Partei eine Kommission mit dem Namen “Verhalten im politischen Betrieb” ein.

Entgegen der Forderung einiger Mitglieder verzichtet die AfD in Sachsen-Anhalt auf einen Sonderparteitag, um die Vorwürfe zur Vetternwirtschaft aufzuarbeiten. Ein Parteisprecher erklärte nach einer Sitzung des Landesvorstands, es liege dazu kein satzungsgemäßer Antrag mehrerer Kreisverbände vor.

Stattdessen werde eine Kommission mit dem Namen “Verhalten im politischen Betrieb” eingerichtet. Sie soll Empfehlungen zur Anstellungsverhältnissen erarbeiten und wird vom AfD-Landtagsabgeordneten Gordon Köhler geleitet.

Reichardt: Skandalisierung soll vorgebeugt werden

Der AfD-Landesvorsitzende Martin Reichardt sagte, damit wolle man vorbeugen, dass rechtmäßige Arbeitsverhältnisse weiter skandalisiert würden. Auch Regelungen anderer Bundesländer sollen den Angaben nach betrachtet werden.

Die AfD ist derzeit großer Kritik ausgesetzt. Bundesweit waren Fälle bekanntgeworden, in denen Verwandte von AfD-Politikern bei anderen Abgeordneten beschäftigt worden sind. Mehrere Fälle aus Sachsen-Anhalt sorgten in diesem Zusammenhang für Aufsehen.

MDR (Lukas Mauri, Felix Fahnert), dpa

Comments

No comments yet. Why don’t you start the discussion?

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *