Siemens erhält Milliardenauftrag aus der Schweiz

Siemens erhält Milliardenauftrag aus der Schweiz

 Visualisierung des neuen Doppelstockzuges von Siemens Mobility für den SBB

Stand: 07.11.2025 16:05 Uhr

Siemens hat den Zuschlag für einen Milliardenauftrag aus der Schweiz bekommen. Der Münchner Industriekonzern liefert neue Doppelstockzüge für die S-Bahnen in der Region Zürich und in der Westschweiz.

Siemens Mobility hat einen Milliardenauftrag aus der Schweiz erhalten. Das Unternehmen erhielt den Zuschlag für 116 Doppelstockzüge, wie die Schweizer Bahnen SBB berichten. 95 davon sollen ab den 2030er Jahren bei der S-Bahn in Zürich eingesetzt werden, der Rest in der Westschweiz.

Die SBB sicherte sich nach eigenen Angaben zudem eine Option auf 84 weitere Fahrzeuge, wenn das Streckenangebot rund um Zürich ausgebaut werde. Den Angaben zufolge hat der Auftrag ein Investitionsvolumen von zwei Milliarden Franken (umgerechnet etwa 2,15 Milliarden Euro). SBB-Chef Vincent Ducrot zufolge wird Siemens die Züge in seinem Werk in Krefeld bauen, wie die Boulevardzeitung Blick aus einer Pressekonferenz berichtete.

150 Meter lang und 540 Sitzplätze

“Siemens Mobility hat das gemäß Beschaffungsrecht vorteilhafteste Angebot gemacht”, teilte das Bahnunternehmen weiter mit. Der deutsche Konzern setzte sich in der Ausschreibung gegen den schweizerischen Hersteller Stadler Rail durch, der von einer “großen Enttäuschung” sprach.

In dem seit 1990 bestehenden Zürcher S-Bahn-Netz kommen zurzeit sowohl Doppelstockzüge von Siemens als auch von Stadler Rail zum Einsatz. Seit 2006 fahren dort Siemens-Züge, seit 2012 auch die KISS-Doppelstockzüge von Stadler.

Die neuen Züge sind 150 Meter lang haben 540 Sitzplätze und mehr Platz für Kinderwagen, Fahrräder, Gepäck und Stehplätze als die bisherigen Züge. Sie können mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde verkehren.

Siemens baut auch digitale Stellwerke

Erst am Mittwoch hatten Siemens und SBB die Unterzeichnung eines langfristigen Rahmenvertrags zur Digitalisierung der Schweizer Stellwerke bekanntgegeben. Der Vertrag, der zunächst zehn Jahre läuft mit Option auf Verlängerung, umfasst den Bau digitaler Stellwerke, inklusive Hard- und Software sowie Dienstleistungen wie Entwicklung und Schulungen.

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