Energieagentur laut US-Medienbericht für Freigabe von Ölvorräten

Energieagentur laut US-Medienbericht für Freigabe von Ölvorräten

Luftaufnahme Mineralöllager in Niedersachsen

Stand: 11.03.2026 • 09:08 Uhr

Die Internationale Energieagentur hat seinen Mitgliedsländern, darunter auch Deutschland, zur Freigabe von Ölvorräten geraten. Das berichtet das Wall Street Journal. Hintergrund sind die gestiegenen Energiepreise wegen des Iran-Kriegs.

Angesichts der gestiegenen Energiepreise im Zuge des Iran-Krieges hat die Internationale Energieagentur (IEA) dem Wall Street Journal zufolge die größte Freigabe von Notfall-Ölvorräten in ihrer Geschichte vorgeschlagen.

Die Freigabe würde die 182 Millionen Barrel übertreffen, die die IEA-Mitgliedstaaten 2022 nach der russischen Invasion der Ukraine auf den Markt gebracht hatten, berichtete die US-Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Beamtinnen und Beamte.

Entscheidung soll heute fallen

Der Vorschlag sei bei einer Sondersitzung der 32 IEA-Mitglieder, darunter auch Deutschland, am Dienstag unterbreitet worden, berichtete das Blatt. Eine Entscheidung werde heute erwartet.

Die IEA und auch die EU verpflichten ihre Mitglieder, ständig Ölbestände vorzuhalten, die mindestens 90 Tagen ihrer Nettoimporte entsprechen.

Seit Gründung der IEA 1974 gab es fünf koordinierte Freigaben: vor dem zweiten Golfkrieg 1991, nach den Hurrikans Katrina und Rita 2005, während des Bürgerkriegs in Libyen 2011 und zweimal nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf Iran begonnen. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Zudem sorgte die iranischen Revolutionsgarde quasi für eine Sperrung der Straße von Hormus, über die normalerweise rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Rohöls transportiert werden.

Umweltminister Schneider wirbt für E-Autos und Erneuerbare

“Wir müssen weg von Öl und Gas”, sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider im ARD-Morgenmagazin mit Blick auf die hohen Energiepreise. Er verwies auf ein Zuschussprogramm für den Kauf von E-Autos und versprach den verstärkten Ausbau von erneuerbaren Energien.

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