Kartellamt macht Weg frei für neue Artilleriemunitionsfirma

Kartellamt macht Weg frei für neue Artilleriemunitionsfirma

Diehl Defence Logo

Stand: 10.03.2026 • 13:08 Uhr

Das Bundeskartellamt hat ein Gemeinschaftsprojekt des norwegischen Rheinmetall-Konkurrenten Nammo Raufoss und des deutschen Lenkflugkörper-Herstellers Diehl Defence genehmigt. Die Zusammenarbeit fördere den Wettbewerb.

Beim Verkauf von Artilleriemunition muss sich der Rüstungskonzern Rheinmetall einem schärferen Wettbewerb in Deutschland stellen. Das Bundeskartellamt genehmigte ein Gemeinschaftsprojekt des großen norwegischen Rheinmetall-Konkurrenten Nammo Raufoss und des deutschen Lenkflugkörper-Herstellers Diehl Defence für die Produktion von 155-Millimeter-Geschossen.

Die Geschosse sollen unter anderem für die Bundeswehr gefertigt werden. Die Zusammenarbeit fördere den Wettbewerb, sagte Kartellamtschef Andreas Mundt. Neben der Bundeswehr sind auch einige andere Staaten zu Bestellungen der Munition berechtigt.

Joint Venture für Bundeswehr-Großauftrag

Nammo und Diehl Defence hatten gemeinsam an einer Ausschreibung für einen Bundeswehr-Großauftrag teilgenommen und dabei den Zuschlag erhalten. Damit der Auftrag auch ausgeführt werden kann, musste das Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden. Dies kann nun erfolgen.

Diehl errichtet dazu eine Produktionsanlage in Deutschland, Nammo steuert die Produktionsrechte und Bauteile bei. “Nammo und Diehl (werden) durch ihre Zusammenarbeit überhaupt erst zu einem leistungsfähigen Wettbewerber”, sagte Mundt: “Nammo hat die von der Bundeswehr bestellte Munition entwickelt und hält das geistige Eigentum daran – durch Diehls Zusammenarbeit mit Nammo wird der Wettbewerb daher nicht beschränkt.”

Nammo hat bislang in Deutschland keine Produktionsanlagen; über ein Gemeinschaftsunternehmen mit Diehl ändert sich das nun. Diehl Defence hat seinen Sitz in Überlingen am Bodensee. Es fertigt bislang nur im geringen Umfang Artilleriegranaten.

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