Gabler Group geht in Frankfurt an die Börse

Gabler Group geht in Frankfurt an die Börse

Grafische Darstellung von U-Boot-Technologie von Gabler.

Stand: 09.03.2026 • 08:33 Uhr

Die Gabler Group geht heute an die Börse. Damit sind künftig sieben Rüstungsunternehmen in Deutschland börsennotiert. Und das achte steht bereit.

Antje Erhard

Das Interesse von Rüstungsunternehmen, sich über die Börse neues Kapital zu beschaffen, bleibt groß. Heute geht die Gabler Group an die Börse. Es ist das siebte Unternehmen aus der Rüstungsbranche, das künftig in Deutschland börsennotiert ist, neben Rheinmetall, Hensoldt, Renk, Airbus, KNDS und Thyssenkrupp Marine Systems.

Der Deutsche U-Boot-Ausrüster Gabler baut Lösungen, mit denen U-Boote navigieren, kommunizieren und ihre Umgebung überwachen können. Hier ist Gabler nach eigenen Angaben Marktführer. Es ist der zweite Börsengang eines Rüstungsunternehmens in Europa nach dem tschechischen Munitions- und Geräte-Hersteller CSG in Amsterdam im Januar.

Derzeit 266 Millionen Euro wert

Allerdings ist Gabler um ein Vielfaches kleiner: Die Gabler Group wird derzeit mit rund 266 Millionen Euro bewertet. Die Aktien von Gabler werden zu 44 Euro pro Stück ausgegeben. Gabler will mit den Einnahmen Produktion und Vertrieb ausbauen und in Forschung & Entwicklung investieren.

Allmählich nimmt die Zahl von Börsengängen in Deutschland wieder zu. Wagten im vergangenen Jahr sieben Unternehmen den Gang auf das Parkett hier in Frankfurt – weltweit waren es gut 1.200 -, sollen es in diesem Jahr etwa zehn werden, prognostiziert das Beratungsunternehmen EY. Zuletzt machte der Rüstungszulieferer Vincorion seine Börsenpläne bekannt.

Auch Vincorion will an die Börse – Investor verkauft Anteile

Damit steht bereits das achte Rüstungsunternehmen, das in Deutschland börsennotiert sein will, bereit. Die Erstnotiz ist noch vor Ostern geplant. Der Finanzinvestor Star Capital ​will sich von seinen Anteilen trennen und hofft, an der Börse 300 Millionen Euro zu erlösen.

Vincorion selbst braucht vorerst kein frisches Geld, wie Vorstandschef Kajetan von Mentzingen der Nachrichtenagentur Reuters sagte: “Um den Hochlauf ​unserer Produktion zu steuern und unser ‌Wachstum zu finanzieren, sind wir nicht auf zusätzliche liquide Mittel durch den Börsengang angewiesen.” Insgesamt wird Vincorion bei der Emission Insidern zufolge mit mehr als einer ​Milliarde Euro bewertet – gezahlt hatte Star Capital 140 Millionen.

Vincorion hat sich auf Energieversorgung und Mechatronik für Panzer und Flugzeuge spezialisiert, etwa Generatoren zur Stromversorgung von Fahrzeugen und Flugabwehrsystemen, Heizungen für Flugzeuge oder Stabilisatoren für Panzer.

Mega-Börsengang im Juni erwartet

Nach Asta Energy im Januar plant auch die Aufzugssparte von thyssenkrupp, TK Elevator, eine Börsennotiz in Frankfurt sowie die Krypto-Handelsplattform Bitpanda.

International dürfte vor allem der Börsengang von SpaceX, das Raumfahrt-Unternehmen von Unternehmer Elon Musk, voraussichtlich im Juni für Furore sorgen. Es soll der vorläufig größte Börsengang aller Zeiten werden. Musk will 50 Milliarden US-Dollar einnehmen.

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