Bundesregierung zieht Personal der Botschaft in Teheran ab

Bundesregierung zieht Personal der Botschaft in Teheran ab

Das deutsche Wappen und der Schriftzug "Auswärtiges Amt / Werderscher Markt 1" sind an einer Außenwand am Eingang zum Auswärtigen Amt angebracht.

Stand: 08.03.2026 • 01:03 Uhr

Das Auswärtige Amt hat aus der Bedrohungslage im Iran Konsequenzen gezogen – und das Personal der deutschen Botschaft in Teheran vorübergehend aus dem Land gebracht. Auch Spanien hat sein Botschaftspersonal abgezogen.

Nach weiteren schweren Angriffen der USA und Israel auf Iran hat die Bundesregierung das Personal der deutschen Botschaft in der Hauptstadt Teheran vorübergehend im Ausland in Sicherheit gebracht. Das Auswärtige Amt teilte mit, das Personal sei aufgrund der Bedrohungslage temporär aus dem Land verlegt worden. Die Botschaft sei aber weiter erreichbar.

Mitte Januar war das Personal dort schon reduziert worden. Das hatte zur Folge, dass die konsularische Unterstützung schon stark eingeschränkt gewesen sei, hieß es weiter aus dem deutschen Außenministerium. So sei die Visastelle bereits vorübergehend geschlossen gewesen.

Die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe oberste Priorität und werde ständig im Krisenstab der Bundesregierung thematisiert, hieß es aus dem Auswärtigen Amt weiter. “Die notwendigen Maßnahmen zur Wahrung der Sicherheit werden fortlaufend überprüft und angepasst.”

Auf dem Landweg ausgereist

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa sind die Botschaftsmitarbeiter und der Botschafter auf dem Landweg in ein Nachbarland gereist. Die Mitarbeiter anderer Botschaften seien demnach über Aserbaidschan ausgereist.

Auch Spanien hat sein Botschaftspersonal in Teheran angesichts der anhaltenden Angriffe auf Iran aus Sicherheitsgründen abgezogen. Der Botschafter und wichtige Mitglieder der Belegschaft, die bislang in der iranischen Hauptstadt geblieben seien, hätten soeben die Grenze zu Aserbaidschan überquert und seien in Sicherheit, schrieb Außenminister José Manuel Albares am Samstag in einem Beitrag auf der Online-Plattform X. Die übrigen spanischen Botschaften in der Region seien weiterhin im Dienst und nähmen Notrufe entgegen.

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