Die Kraftstoffpreise sind in Deutschland weiter gestiegen. Nach einer Auswertung des ADAC verteuerten sich Benzin und Diesel binnen 24 Stunden um ein bis zwei Cent. Die Logistikbranche schlägt Alarm.
Der Anstieg der Spritpreise setzt sich fort: Am Freitagmorgen kletterte der bundesweite Durchschnittspreis für Diesel auf 2,109 Euro pro Liter, gut zwei Cent mehr als am Donnerstagmorgen. Super E10 kostete nach Auswertung des ADAC 2,014 Euro und war damit etwas über einen Cent teurer als 24 Stunden zuvor.
Inzwischen hat sich der Anstieg der Preise allerdings verlangsamt. Nach dem Angriff Israels und der USA auf den Iran waren sie zu Wochenbeginn sprunghaft gestiegen. Von Montag auf Dienstag gab es beim Diesel einen Preissprung von über zehn Cent.
Bei der Erhebung des ADAC handelt es sich um deutschlandweite Durchschnittspreise. Die Benzinpreise sind üblicherweise am Morgen am höchsten und geben dann im Laufe des Vormittags wieder etwas nach.
Logistikbranche fordert Entlastung
Besonders betroffen sind vom Preisanstieg die Logistiker in Deutschland. Die Branchenverbände schlagen deshalb Alarm. In einem heute veröffentlichten gemeinsamen Appell weisen sie darauf hin, dass die akute Belastung europaweit besonders in Deutschland hoch sei.
Die Bundesregierung müsse kurzfristig Maßnahmen zur Entlastung ergreifen, heißt es in dem Schreiben. Unterzeichnet haben es Verbände von Möbelspeditionen und Logistik, Paket- und Expressdienste sowie Transportverbände.
Die Logistik sei das Rückgrat der Wirtschaft. “Wenn Transportkosten drastisch steigen, wirkt sich das zwangsläufig auf Preise für Unternehmen sowie Verbraucherinnen und Verbraucher aus”, heißt es in der Erklärung. Aus Sicht der Verbände müsse es eine Entlastung bei den staatlichen Zusatzeinnahmen geben. Die entstünde durch die steigenden Energiepreise, besonders durch die CO2-Bepreisung. Der Staat dürfe in dieser Situation nicht zum Gewinner zulasten von Wirtschaft und Steuerzahlern werden, so die Verbände.
