Iran-Krieg: ++ Bundesregierung beginnt Rückholaktion ++

Iran-Krieg: ++ Bundesregierung beginnt Rückholaktion ++

Karte: Maskat, Oman


liveblog

Stand: 05.03.2026 • 00:39 Uhr

Im Oman ist das erste Evakuierungsflugzeug der Bundesregierung mit Deutschen an Bord gestartet. In den USA stimmt der US-Senat gegen eine Resolution, die dem Kongress mehr Mitsprache im Iran-Krieg gegeben hätte. Die Entwicklungen im Liveblog.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

Der Iran-Krieg führt nach Einschätzung der EU-Kommission zu keiner massenhaften Migration aus dem Land Richtung Europa. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner sagte der “Bild” mit Blick auf Gespräche mit dem türkischen Außenminister Hakan Fidan: “Der hat versichert, dass er die Grenzen zugemacht hat in Richtung Iran. Und dass er auf der anderen Seite auch dazu steht, dass wir eine gute Kooperation haben zwischen der Europäischen Union und der Türkei.” Beide Seiten seien interessiert, diese Kooperation beizubehalten und sogar noch zu intensivieren, sagte der EU-Kommissar weiter.

Bereits am Montag hatte Brunner gesagt, es würden noch keine größeren Bewegungen an den Außengrenzen Irans beobachtet. Man verfolge die Situation und stehe mit den Partnern im Nahen Osten sowie internationalen Organisationen in engem Austausch.

Der mögliche Nachfolger des Getöteten Ajatollah Ali Chamenei – sein Sohn Mojtaba – sei im Iran außerordentlich gut vernetzt mit den brutalen Revolutionsgarden, sagt Nahost-Experte Daniel Gerlach in den tagesthemen. Er sei auch an der blutigen Niederschlagung der jüngsten Proteste beteiligt gewesen – und deswegen in weiten Teilen der Bevölkerung verhasst. Er gehe nicht davon aus, dass Mojtaba Chamenei zu Kompromissen bereit sei.

Die Republikaner im US-Senat haben eine Resolution abgelehnt, die dem Kongress mehr Mitspracherecht beim militärischen Vorgehen gegen den Iran ermöglichen sollte. Abgeordnete hätten dann vor weiteren Angriffen eine Zustimmung des Kongresses verlangen können. Die Gesetzesvorlage scheiterte mit 47 zu 53 Stimmen.

In Omans Hauptstadt Maskat ist der erste Evakuierungs-Jet der Bundesregierung im aktuellen Nahost-Konflikt gestartet. Das geht aus Daten des Flugdienstleisters Flightradar24 hervor. Die Lufthansa-Maschine vom Typ Airbus A340-300 wird laut aktuellem Plan gegen 07.22 Uhr am Frankfurter Flughafen erwartet. An Bord befinden sich Menschen, die von der Bundesregierung ausgewählt worden sind. Sie waren infolge des US-Angriffs auf den Iran in der Golf-Region gestrandet und mussten über den Landweg nach Maskat gebracht werden.

Nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul sollten besonders verwundbare Gruppen ausgewählt werden, wie Schwangere, Kranke oder Kinder. Es handelt sich nicht um die erste Maschine, die seit Kriegsbeginn Deutschland erreicht hat. Bereits seit Dienstag hatten insbesondere Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten einzelne Flüge angeboten.

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