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Die Bundesregierung bereitet nun doch die Rückholung von Deutschen aus der Golfregion vor – vor allem von Kindern und Kranken. Dazu würden Charter-Maschinen nach Saudi-Arabien und in den Oman geschickt, sagte Außenminister Wadephul.
Die Bundesregierung bereitet die Entsendung von Flugzeugen in den Nahen Osten vor, um dort gestrandete deutsche Touristen nach Hause zu holen. Die Charter-Maschinen sollen nach Maskat im Oman und in die saudi-arabische Hauptstadt Riad geschickt werden, sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul in Berlin. Dort seien die Lufträume noch geöffnet. Sicherheit gehe bei der Entsendung vor.
“Wir wollen Deutschen helfen, nach Hause zu kommen”
Er habe mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr gesprochen, und die Airline habe grundsätzlich Kapazitäten. “Wir wollen Deutschen helfen, nach Hause zu kommen”, sagte Wadephul. Man sei in einer Großkrise, in der auch viele Deutsche betroffen seien. Neben der Lufthansa sei man auch mit TUI und dem Deutschen Reiseverband in Kontakt.
Vor allem Kranke und Kinder
Vor allem vulnerable Personen wie Kinder, Kranke oder Schwangere sollen bei der Rückholung vorrangig berücksichtigt werden. Die Bundesregierung könne auch Privatmaschinen aus Steuerzahlerkosten chartern und als letztes Mittel auf Flugzeuge der Bundeswehr zurückgreifen. Details müssten aber noch geklärt werden. So sei offen, wie viele Menschen an die jeweiligen Orte kommen könnten, von denen noch ausgeflogen werden könne.
Das Auswärtige Amt geht von einer mittleren fünfstelligen Zahl Reisender aus. Es könnten etwa 30.000 sein, bestätigte ein Ministeriumssprecher Aussagen des Deutschen Reiseverbandes. Viele Reisende stecken wegen des gesperrten Luftraums an Flughäfen fest oder auf Kreuzfahrtschiffen, die nicht mehr wegkommen.
