Die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland haben 2025 so viel Gemüse geerntet wie noch nie. Besonders Speisezwiebeln legten kräftig zu. Auch der Öko-Anbau wuchs deutlich und gewann weiter an Bedeutung.
Deutschlands Bauern und Bäuerinnen haben im vergangenen Jahr so viel Gemüse geerntet wie nie zuvor. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) belief sich die Erntemenge auf 4,5 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Plus von 8,1 Prozent gegenüber 2024.
Der Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024 wurde sogar um 13,2 Prozent übertroffen. Damit wurde der höchste Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1990 erreicht.
Mehr Anbauflächen im Freiland
Auch die Anbauflächen wurden ausgeweitet: Insgesamt bewirtschafteten die 5.960 Gemüsebetriebe rund 131.700 Hektar – 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr.
Der Freilandanbau nahm 2025 um 3,9 Prozent auf rund 130.400 Hektar zu. Die größten Flächen lagen in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Niedersachsen, Bayern und Rheinland-Pfalz.
Speisezwiebeln erstmals wichtigste Gemüseart
Erstmals seit 1990 waren Speisezwiebeln mit 903.300 Tonnen die erntestärkste Gemüseart in Deutschland. Gegenüber 2024 entspricht das einem Anstieg um 21,4 Prozent. Auf Platz zwei folgen Karotten mit 865.700 Tonnen, dahinter Weißkohl mit 507.500 Tonnen.
Auch bei der Anbaufläche lagen Speisezwiebeln mit 19.770 Hektar an der Spitze – ein Zuwachs von 11,7 Prozent. Es folgen Spargel mit 19.220 Hektar ertragsfähiger Fläche (minus 2,8 Prozent) sowie Karotten mit 14.190 Hektar (plus 2,9 Prozent).
Ökologischer Gemüseanbau wächst kräftig
Der ökologische Gemüseanbau setzte seinen Wachstumskurs fort. 2025 wurden auf rund 20.600 Hektar insgesamt 597.000 Tonnen Gemüse ökologisch erzeugt. Das entspricht 15,6 Prozent der gesamten Anbaufläche und 13,2 Prozent der Gesamterntemenge.
Gegenüber dem Vorjahr stieg die Öko-Fläche um 6,4 Prozent, die Erntemenge um 12,6 Prozent. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024 legte die Öko-Erntemenge sogar um 33,7 Prozent zu. Besonders hoch war der Bio-Anteil bei Roter Bete, Speisekürbissen, Zucchini und Frischerbsen.
Gewächshausanbau mit Plus bei Tomaten
Der Anbau in Gewächshäusern und unter hohen Schutzabdeckungen wuchs leicht um 0,8 Prozent auf 1.250 Hektar. Die Erntemenge stieg um 4,3 Prozent auf 219.200 Tonnen.
Rund 80 Prozent der Ernte im geschützten Anbau entfielen auf Tomaten und Salatgurken. Auch hier gewinnt der ökologische Anbau an Bedeutung: 24 Prozent der Fläche unter Schutzabdeckungen werden inzwischen ökologisch bewirtschaftet.
