Die kubanische Küstenwache hat bei einem Schusswechsel mit Insassen eines in den USA registrierten Schnellboots vier Menschen getötet. Zu dem Vorfall kam es vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen den beiden Staaten.
Kubanische Soldaten haben bei einem Schusswechsel mit der Besatzung eines in den USA registrierten Schnellboots vier Menschen erschossen. Die Insassen des Bootes hätten am Mittwoch in kubanischen Hoheitsgewässern das Feuer auf die Soldaten eröffnet, woraufhin diese zurückgefeuert hätten, teilte das kubanische Innenministerium mit.
Weitere Details zur Identität der mutmaßlichen Angreifer und einem möglichen Motiv lagen zunächst nicht vor. Es war auch unklar, ob US-Staatsbürger an Bord des Bootes waren.
Der Vorfall ereignete sich laut dem Innenministerium gut 1,6 Kilometer nordöstlich von Cayo Falcones vor der Nordküste Kubas. Neben den vier getöteten Personen seien auch sechs Verdächtige verletzt worden, hieß es aus dem Ministerium. Ein kubanischer Soldat wurde ebenfalls verletzt.
Rubio: US-Regierung befasst sich mit Vorfall
Die US-Botschaft in Havanna versuche herauszufinden, ob es sich bei den Opfern um US-Bürger oder Personen mit ständigem Wohnsitz in den USA gehandelt habe, sagte Außenminister Marco Rubio vor Journalisten in der Hauptstadt des Inselstaats St. Kitts und Nevis, Basseterre. Aktuell stammten die meisten Informationen, die die USA hätten, noch von kubanischen Behörden.
Verschiedene Teile der US-Regierung würden sich nun mit dem Vorfall befassen, sagte Rubio, der auch Präsident Donald Trumps Nationaler Sicherheitsberater ist. Die US-Küstenwache habe sich in die Region begeben.
USA verhängen Öl-Sanktionen gegen Kuba
Der Vorfall ereignete sich inmitten verschärfter Spannungen zwischen den USA und Kuba. US-Präsident Donald Trump hatte nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang Januar bei einem US-Militäreinsatz die Öllieferungen Venezuelas an Kuba unterbinden lassen. Staaten, die Erdöl an den Karibikstaat liefern, drohte er mit zusätzlichen US-Zöllen.
