Zahlreiche Tote und viele Vermisste nach heftigen Regenfällen in Brasilien

Zahlreiche Tote und viele Vermisste nach heftigen Regenfällen in Brasilien

Trümmer eines eingestürzten Gebäudes im Stadtteil JK nach tödlichen Starkregenfällen in Juiz de Fora, Brasilien.

Stand: 25.02.2026 • 10:05 Uhr

Nach heftigen Regenfällen haben Überschwemmungen und Erdrutsche mehrere Städte im Südosten Brasiliens schwer getroffen. Die Behörden melden zahlreiche Tote. Die Suche nach Vermissten läuft weiter.

Durch Überschwemmungen und Erdrutsche infolge heftiger Regenfälle sind im Südosten Brasiliens mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Der Regen hatte den Fluss Rio Paraíba do Sul über die Ufer treten lassen.

Wie Rettungskräfte und Behörden mitteilten, wurden gestern noch 39 Menschen vermisst. Mehr als 200 Menschen seien bereits gerettet worden, teilte die Feuerwehr mit. Mehr als 400 Menschen hätten wegen der Unwetter ihre Häuser verlassen müssen.

So viel Regen wie sonst in einem Monat

Die Todesopfer seien in der Großstadt Juiz de Fora und in Ubá zu beklagen gewesen. Die Bürgermeisterin von Juiz de Fora, Margarida Salomão, rief den Notstand aus. In der 540.000-Einwohner-Stadt waren zuvor 584 Liter Wasser pro Quadratmeter gefallen – und damit doppelt so viel wie sonst im gesamten Februar üblich.

Einige Viertel von Juiz de Fora seien von der Außenwelt abgeschnitten, die Stadt befinde sich in einer extremen Situation, erklärte Salomão. Die Behörden des Bundesstaates Minas Gerais ordneten die vorläufige Schließung der Schulen an.

Eingestürzte Gebäude durch Erdrutsche

Die Regenfälle lösten demnach dort mindestens 20 Erdrutsche aus. Einwohner filmten, wie Gebäude binnen Sekunden einstürzten. In einem Viertel von Juiz de Fora seien an einem Berghang zwölf Häuser in einem “massiven Erdrutsch” weggerissen worden, sagte der Feuerwehrsprecher Demetrius Goulart.

Während viele Angehörige um Verschüttete trauern, arbeiten die Rettungskräfte an der Bergung. “Je länger es dauert, desto geringer werden die Chancen, Überlebende zu finden”, sagte der Vertreter des Zivilschutzes des Bundesstaates, Paulo Roberto Bermudes Rezende.

Mehrfach Wetterextreme in vergangenen Jahren

Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva erklärte im Onlinedienst X: “Unser Schwerpunkt liegt darauf, humanitäre Hilfe, die Wiederherstellung grundlegender Dienste, Unterstützung für Vertriebene und Hilfe beim Wiederaufbau zu gewährleisten.”

Brasilien hat in den vergangenen Jahren mehrfach unter folgenschweren Wetterextremen gelitten. 2024 kamen bei Überschwemmungen im Süden des riesigen Landes mehr als 200 Menschen ums Leben, insgesamt waren etwa zwei Millionen Einwohner von dem Hochwasser betroffen. Experten zufolge steht die Zunahme und Intensivierung der Wetterextreme mit dem Klimawandel im Zusammenhang.

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