Die wichtigsten Informationen zum ver.di-Warnstreik im ÖPNV

Die wichtigsten Informationen zum ver.di-Warnstreik im ÖPNV

Ein Mann wartet an der Straßenbahnhaltestelle Hauptbahnhof in Frankfurt/Main auf ein öffentliches Verkehrsmittel.


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Stand: 24.02.2026 • 11:53 Uhr

In fast allen Bundesländern sollen Ende der Woche vielerorts keine Busse und Bahnen fahren. Die Gewerkschaft ver.di hat ihre Beschäftigten zum Warnstreik aufgerufen. Wer betroffen ist und was gefordert wird.

Am Freitag und teils auch am Samstag will die Gewerkschaft ver.di den öffentlichen Personennahverkehr zwei Tage lang lahmlegen. Am Freitag dürfte das vor allem Arbeitnehmer und Schüler treffen, am Samstag dann auch Wochenendausflügler – in fast allen Bundesländern.

Von wann bis wann wird gestreikt?

Die Warnstreiks beginnen am Freitag in den frühen Morgenstunden und enden je nach Region in der Nacht auf Samstag oder in der Nacht auf Sonntag. Die genauen Uhrzeiten variieren je nach Betriebsbeginn und Betriebsende der jeweiligen Verkehrsunternehmen.

Wer wird bestreikt – und wer nicht?

Zum Warnstreik aufgerufen sind die Beschäftigten von Nahverkehrsunternehmen. Das sind in der Regel die Betreiber von Bussen, Tram- und U-Bahnen. Von den Warnstreiks nicht betroffen ist die Deutsche Bahn. Regionalzüge, der Fernverkehr und vor allem auch die S-Bahnen sollten am Freitag und Samstag also wie gewohnt fahren.

Noch offen ist laut ver.di, ob in Baden-Württemberg, bei der Hamburger Hochbahn und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein gestreikt wird. Dazu sollen am Dienstag und Donnerstag Entscheidungen getroffen werden. Insgesamt betrifft die Tarifrunde laut ver.di bundesweit etwa 100.000 Beschäftigte.

Mit welchen Auswirkungen ist zu rechnen?

In großen Teilen Deutschlands dürfte der öffentliche Nahverkehr nahezu komplett zum Erliegen kommen – so passierte es jedenfalls am 2. Februar beim ersten bundesweiten ÖPNV-Warnstreik der laufenden Tarifrunde. An einigen Orten wird es voraussichtlich wieder Notfahrpläne geben mit dann entsprechend vollen Fahrzeugen. Kurzum: Fahrten mit Bus und Bahn sind am Freitag und Samstag, sofern sie angeboten werden, eher nicht zu empfehlen.

Der Warnstreik Anfang Februar hatte auch Auswirkungen auf den restlichen Verkehr, da viele Menschen zum Beispiel aufs Auto umgestiegen waren. Nach Einschätzung des ADAC war bundesweit ein leichter Anstieg bei Länge und Dauer der Staus zu erkennen. Der Fahrdienstvermittler Freenow beobachtete zudem in den Morgenstunden eine größere Nachfrage nach Taxis.

Neben dem bundesweiten Warnstreik am 2. Februar gab es zuletzt auch viele regionale Arbeitsniederlegungen, etwa Ende vergangener Woche in Hessen und Bayern.

Worum geht es bei den Tarifverhandlungen?

In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert ver.di insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen – etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.

Nach Ansicht der Gewerkschaft kamen die Gespräche zuletzt kaum voran. Auch die Arbeitgeber beklagten zuletzt fehlenden Fortschritt bei den Verhandlungen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), das größte ÖPNV-Unternehmen in Deutschland, kritisierte beispielsweise, dass ver.di bisher nicht klargemacht habe, welche Forderungen die Gewerkschaft am wichtigsten findet.

Wann ist mit einem Ende der Tarifrunde und damit der Warnstreiks zu rechnen?

Das ist im Moment völlig offen. Die Verhandlungen sind regional sehr unterschiedlich – sowohl mit Blick auf die Forderungen, als auch mit Blick auf den Fortschritt der Verhandlungen. Auf der Zielgeraden schienen die Gespräche zuletzt aber nirgends zu sein.

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