Preise in Deutschland zu Jahresbeginn leicht gestiegen

Preise in Deutschland zu Jahresbeginn leicht gestiegen

Eine Kundin vor einem Kühlregal in einem Supermarkt.

Stand: 17.02.2026 10:59 Uhr

Das Leben hat sich in Deutschland zu Jahresbeginn wieder leicht verteuert. Die Verbraucherpreise waren im Januar 2,1 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Treiber waren vor allem Lebensmittelpreise.

Das Statistische Bundesamt hat seine vorläufigen Berechnungen für die Inflation im Januar bestätigt. Von Dezember auf Januar erhöhten sich die Verbraucherpreise danach um 0,1 Prozent und auf Jahressicht um 2,1 Prozent. Je höher die Inflation, umso geringer die Kaufkraft: Die Menschen können sich für einen Euro dann weniger leisten.

Nahrungsmittel zuletzt teurer

Einen sprunghaften Anstieg gab es bei Nahrungsmittelpreisen: Sie legten um 2,1 Prozent zu. Deutlich teurer als ein Jahr zuvor waren im Januar Schokolade, Obst und Fleisch. Günstiger wurden insbesondere Speisefette und Speiseöle; auch die Butterpreise waren ein Drittel günstiger als ein Jahr zuvor.

Deutschlandticket und Restaurantbesuch teurer

Auch Dienstleistungen waren zuletzt ein Preistreiber, auch wenn der Anstieg im Januar mit 3,2 Prozent etwas moderater ausfiel als in den drei Monaten zuvor mit jeweils 3,5 Prozent. Bei den Dienstleistungspreisen schlägt sich die Verteuerung des Deutschlandtickets für bundesweite Fahrten im Regional- und Nahverkehr nieder.

Zudem spüren Kunden in vielen Restaurants und Cafés nichts davon, dass zum Jahreswechsel die Mehrwertsteuer auf Speisen von 19 auf sieben Prozent gesenkt wurde – im Gegenteil: Der Besuch in der Gaststätte verteuerte sich trotz der Steuersenkung binnen Jahresfrist um 3,6 Prozent.

Strom und Gas günstiger, Tanken teurer

Etwas Entlastung gab es hingegen bei den Energiepreisen: Insgesamt war Energie nach Angaben des Bundesamtes im Januar 1,7 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Doch während Strom (minus 3,2 Prozent) und Gas (minus 2,5 Prozent) erschwinglicher wurden, mussten Autofahrer an der Tankstelle für Sprit (plus 0,5 Prozent) tiefer in die Tasche greifen.

Nach Angaben des Automobilclubs ADAC war Superbenzin der Sorte E10 im Januar im Schnitt 8,6 Cent teurer als im Dezember, bei Diesel waren es 9,4 Cent mehr. Hauptursache: teureres Rohöl.

Anhebung des CO2-Preises spürbar

Zudem dürfte die Anhebung des CO2-Preises auf 55 bis 65 Euro pro Tonne Kohlendioxid eine Rolle gespielt haben. Nach früheren Angaben des ADAC kann dies bis zu drei Cent pro Liter Kraftstoff ausmachen. Der seit 2021 in Deutschland geltende CO2-Preis für Heiz- und Brennstoffe soll den Umstieg auf klimafreundliche Technologien fördern.

EZB dürfte Inflations-Ziel erreichen

Aus Sicht von Ökonomen spricht viel dafür, dass die Teuerungsrate im Jahr 2026 knapp über zwei Prozent liegen wird. Damit erreicht die Europäische Zentralbank ihr Ziel – denn sie strebt mittelfristig eine Inflation von zwei Prozent an.

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