Neuschnee sorgt derzeit in vielen Schweizer Orten für Probleme. Während im Norden des Wallis ein Zug verunglückt, müssen weiter südlich Einwohner ihre Häuser verlassen. In den Alpen besteht Lawinengefahr.
Bei einem Zugunglück im Schweizer Kanton Wallis sind nach Angaben der Polizei fünf Menschen verletzt worden. Nach ersten Ermittlungsergebnissen könnte eine Lawine kurz vor der Durchfahrt des Zuges die Gleise blockiert haben, hieß es. Eine der betroffenen Personen habe demnach in der Klinik behandelt werden müssen, während die anderen vor Ort versorgt wurden.
Der Regionalzug war demnach am Morgen bei der Ausfahrt aus einem überdachten Gleisabschnitt entgleist. An der Stelle habe viel Schnee gelegen, berichtete ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor berichtete das betroffene Bahnunternehmen BLS, dass die Strecke zwischen Goppenstein und dem nahe gelegenen Brig wegen einer Lawine unterbrochen sei.
Große Lawinengefahr in Schweizer Alpen
Lawinengefahr bestand auch in der Gemeinde Orsières, etwa 60 Kilometer südwestlich von Goppenheim. Dort wurden rund 50 Einwohnerinnen und Einwohner vorsorglich aus einer Gefahrenzone in Sicherheit gebracht.
Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos warnte unterdessen in weiten Teilen der Schweizer Alpen vor großer Lawinengefahr und verwies auf große Mengen an Neuschnee sowie auf vom Wind verfrachteten Triebschnee. Lawinen könnten spontan abgehen, also auch ohne menschliche Einwirkung.
