Sie war als Mitgestalterin des Deutschen Pavillons der Kunstbiennale in Venedig ausgesucht worden. Jetzt starb die Künstlerin Henrike Naumann an einer Krebserkrankung – wenige Monate vor Beginn der Großausstellung.
Die Künstlerin Henrike Naumann ist tot. Die 1984 in Zwickau geborene Künstlerin sei “nach einer viel zu spät diagnostizierten Krebserkrankung” im Kreis von Familie und Freunden in Berlin gestorben, teilte ihre Familie mit.
Naumann war gemeinsam mit der Künstlerin Sung Tieu im vergangenen Jahr als Gestalterin des Deutschen Pavillons bei der Kunstbiennale 2026 in Venedig ausgewählt worden.
“Schmerzhafte Lücke”
Ihr Tod hinterlasse eine “schmerzhafte Lücke”, teilte das für den Deutschen Pavillon zuständige Institut für Auslandsbeziehungen mit. “Mit Henrike Naumann verlieren wir nicht nur eine bedeutende Vertreterin der deutschen Gegenwartskunst, sondern auch eine warmherzige, wache und hoch engagierte Persönlichkeit.”
In ihrer künstlerischen Arbeit hatte Naumann Möbel und Design benutzt, um über Gesellschaft und Politik zu sprechen. Dafür war sie vielfach ausgezeichnet und mit Ausstellungen auf der ganzen Welt geehrt worden.
Die Biennale ist vom 9. Mai bis 22. November geplant und gilt neben der documenta in Kassel als wichtigste Präsentation zeitgenössischer Kunst.
