Nach der Münchner Sicherheitskonferenz ist US-Außenminister Rubio weiter in Europa unterwegs. Heute trifft er auf den ungarischen Ministerpräsidenten Orban. Da dürfte es um Ungarns künftige Energieversorgung gehen.
US-Außenminister Marco Rubio wird heute in Budapest zu einem Treffen mit Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban erwartet. Nach Angaben des US-Außenministeriums geht es bei dem Kurzbesuch von Rubio auch um die Energiepartnerschaft zwischen den beiden Ländern. Ungarn bezieht sein Erdgas nahezu ausschließlich aus Russland. Washington drängt darauf, dass es künftig in großem Stil amerikanisches Flüssiggas einkauft.
Ungarns Außenminister Peter Szijjarto lobte im Vorfeld die Beziehungen zwischen Washington und Budapest. Im ungarischen Staatsrundfunk sagte Szijjarto, seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump erlebten die bilateralen Beziehungen ein “goldenes Zeitalter”. Grund sei, dass Washington es Ungarn gestattet habe, trotz Sanktionen Erdöl aus Russland zu importieren und auch die geplante russische Investition im ungarischen Kernkraftwerk Paks von Sanktionen befreit habe.
Kontakte ins Weiße Haus und zum Kreml
Orban bezeichnet sich selbst als “Freund” von Trump – und setzt sich dabei ebenso wie bei seiner Haltung zum Ukraine-Krieg von den meisten Europäern ab. Denn trotz des russischen Angriffskrieges pflegt Orban weiterhin gute Beziehungen zum Kreml. EU-Sanktionen gegen Russland hat Orban mehrfach kritisiert, Militärhilfe für die Ukraine lehnt er ab.
