Sturm in Frankreich: Ein Toter und großer Stromausfall

Sturm in Frankreich: Ein Toter und großer Stromausfall

Ein Boot wird durch schnell fließendes Wasser und Wind zum Teil unter Wasser gedrückt.

Stand: 12.02.2026 13:14 Uhr

Bei einem heftigen Sturm im Südwesten Frankreichs ist in der Nacht ein Mensch ums Leben gekommen. Hunderttausende Haushalte haben aktuell keinen Strom. Weiterhin gilt in vielen Regionen die höchste Unwetterwarnstufe.

Der Südwesten Frankreichs hat aktuell mit den Folgen eines heftigen Sturms zu kämpfen. Nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez kam bei dem Unwetter in der Nacht eine Person ums Leben. Dabei soll es sich um einen Lkw-Fahrer handeln, dessen Fahrzeug in der Nähe der Stadt Dax von herabstürzenden Ästen getroffen wurde.

Am frühen Morgen waren außerdem rund 900.000 Haushalte vom Strom abgeschnitten, wie der örtliche Versorger mitteilte. Autobahnen wurden teilweise gesperrt und einige Züge fielen aus.

Starker Wind und Überschwemmungen

Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 162 km/h fegte der Sturm “Nils” über den Strand von Biscarosse an der südwestfranzösischen Atlantikküste. Auch in Bordeaux, Toulouse oder Béziers erreichte der Wind über 120 km/h.

Damit sei der Sturm von seltener Kraft, teilte der französische Wetterdienst Météo France mit. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt, mehrere Lastwagen wurden umgeweht.

Die kräftigen Winde des Sturms “Nils” haben in Frankreich mehrere LKW umgeweht.

Neben dem Wind gibt es wegen der starken Regenfälle in vielen Départements auch Überschwemmungen. Die Böden waren im französischen Südwesten durch vorherige Niederschläge schon stark aufgeweicht. Landwirte befürchten nun massive Ernteausfälle.

Derzeit gilt in fünf französischen Departements die höchste Unwetterwarnstufe Rot. Der Sturm soll demnach in Richtung französische Mittelmeerküste und Korsika weiterziehen.

Spanien ebenfalls von Sturm “Nils” betroffen

In der spanischen Region Katalonien hatten die Behörden ebenfalls Alarmstufe Rot wegen extremen Windes ausgelöst und vorsichtshalber die Schulen geschlossen. Dort wurde eine Person nach Angaben des Zivilschutzes durch einen umstürzenden Baum schwer verletzt. Mehrere Bahn- und Straßenverbindungen waren durch umgestürzte Bäume zeitweise blockiert.

Auch auf Mallorca wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde in Berglagen gemessen, teilte der Wetterdienst Aemet mit. Über mögliche Opfer oder größere Schäden wurde dort zunächst nichts bekannt.

Mit Informationen von Cai Rienäcker, ARD-Studio Paris.

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