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Piloten und Flugbegleiter der Lufthansa streiken am Donnerstag gleichzeitig – mit starken Einschränkungen für Passagiere. Welche Flüge ausfallen, warum gestreikt wird und welche Alternativen es gibt.
Wer streikt wo und wann?
Die Piloten streiken bei den Airlines Lufthansa und Lufthansa Cargo. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat das Personal ebenfalls bei der Lufthansa-Kerngesellschaft sowie bei der Regionaltochter Cityline zu einem Warnstreik aufgerufen. Neben den Drehkreuzen Frankfurt und München sind auch die Flughäfen in Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover direkt betroffen. Der Streik soll am Donnerstag um 00.01 Uhr beginnen und bis 23:59 Uhr dauern.
Welche Flüge fallen aus?
Eine konkrete Anzahl von Flügen, die ausfallen, hat die Lufthansa nicht genannt; das Unternehmen hat aber umfangreiche Flugausfälle angekündigt und will betroffene Passagiere automatisch benachrichtigen. Grundsätzlich aber sollen sämtliche Starts ab Deutschland bestreikt werden. Nicht betroffen von dem Streikaufruf sind zum Beispiel Eurowings und Discover.
Welche Alternativen gibt es?
Laut Lufthansa gibt es bei der Annullierung eines Flugs die Möglichkeit, kostenlos auf nicht bestreikte Verbindungen umzubuchen. Inlandsflüge können durch Bahnfahrkarten ersetzt werden.
Welche Rechte haben Passagiere?
Werden durch einen Streik Flüge gestrichen oder sind sie stark verspätet, müssen Fluggesellschaften ihre Passagiere entschädigen. Die Summe der Entschädigung kann dabei zwischen 250 Euro und 600 Euro liegen. Außerdem müssen Airlines schnellstmöglich Alternativen – über andere Fluggesellschaften oder Verbindungen mit Umstiegen – organisieren.
Passagiere, die auf den Flug verzichten, können den Ticketpreis zurückfordern. Am Flughafen haben Betroffene Anspruch auf Essen, Getränke und zwei kostenlose Telefonate. Bei längeren Wartezeiten erstattet die Airline auch Hotelkosten.
Worum geht es bei diesem Streik?
Es geht den Piloten um höhere Arbeitgeberbeiträge zu den Betriebs- und Übergangsrenten für die rund 4.800 Beschäftigten. Die Kabinengewerkschaft Ufo fordert Verhandlungen zu verbindlichen Tarifverträgen inklusive einem Sozialplan für die Mitarbeitenden bei der Lufthansa und der Regionaltochter Cityline, weil rund 800 Jobs bedroht seien.
