Tote durch Winterstürme in Marokko, Spanien und Portugal

Tote durch Winterstürme in Marokko, Spanien und Portugal

Eine Drohnenaufnahme der Überschwemmung in Ksar El Kebir, Marokko

Stand: 09.02.2026 12:47 Uhr

Heftige Regenfälle sorgen in Marokko, Spanien und Portugal für schwere Überschwemmungen mit Toten. Hunderttausende wurden evakuiert.

Durch Sturzfluten infolge des Sturmtiefs “Marta” sind in den vergangenen Tagen im Norden Marokkos mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Drei Kinder sowie ein Mann starben, als ihr Auto von den Fluten mitgerissen wurde, teilte das marokkanische Innenministerium am Sonntag mit.

Das Land war durch ein vorangegangenes Sturmtief bereits stark getroffen. Staudämme und Flüsse traten über die Ufer, Häuser und Ernten wurden beschädigt. Vereinzelt kam es zu kleineren Erdrutschen.

Wichtige Verbindungsstraßen im Nordwesten Marokkos wurden durch die Wassermassen zeitweilig unterbrochen. Mehr als 150.000 Menschen waren evakuiert worden. Viele Landwirte befürchten nun den vollständigen Ausfall ihrer Ernten.

Immer mehr Starkregenfälle

In den heißen Monaten leidet das nordafrikanische Marokko seit Jahren unter schwerer Dürre. Gleichzeitig sind Unwetter und Überschwemmungen im Herbst und Winter nicht ungewöhnlich. Aufgrund des Klimawandels kommt es jedoch häufiger zu Starkwetterereignissen. Bereits im Dezember hatte es bei Überflutungen im Süden des Landes 37 Tote gegeben.

Auch in Spanien und Portugal kamen durch die Stürme Menschen ums Leben. In Spanien starb in der vergangenen Woche eine Frau. In Portugal gab es innerhalb der letzten Woche insgesamt 13 Tote und Hunderte Verletzte bei Aufräumarbeiten. Das Militär wurde zur Unterstützung der zivilen Katastrophenschutzkräfte hinzugezogen. Portugals Wirtschaftsminister schätzt den Schaden auf mehr als vier Millionen Euro.

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