40 Tonnen Cannabis, 1.300 Flaschen Cannabisöl: In Nordmazedonien hat die Polizei eine noch nie dagewesene Menge Drogen sichergestellt. Nun werden mögliche Verbindungen nach Serbien untersucht.
In Nordmazedonien hat die Polizei eine Rekordmenge von mehr als 40 Tonnen Cannabis beschlagnahmt. Die Razzien richteten sich gegen Hersteller von medizinischem Cannabis.
Allein bei einem Unternehmen in der Hauptstadt Skopje wurden demnach rund neun Tonnen Cannabis und mehr als 1.300 Flaschen Cannabisöl beschlagnahmt. Im Osten des Landes sollen bei mehreren Betrieben rund 31 Tonnen Cannabis zusammengekommen sein.
Cannabis für medizinische Zwecke legal
Nordmazedonien hatte 2016 den Anbau von Cannabis für medizinische Zwecke legalisiert. Die Behörden deckten nun aber “eine Reihe von Unregelmäßigkeiten und gravierenden Verstößen” der Unternehmen im Umgang mit Cannabis auf, wie ein Ministeriumssprecher sagte. Angaben zu Festnahmen oder zum Straßenverkaufswert der beschlagnahmten Drogen machte er nicht.
Wie nordmazedonische Medien berichteten, hatten die Firmen das Cannabis nicht vorschriftsmäßig gelagert oder verarbeitet. Die Ermittler vermuten demnach, dass es für den illegalen Konsum oder für den Schmuggel bestimmt war.
Die Behörden untersuchen darüber hinaus mögliche Verbindungen nach Serbien. Im nördlichen Nachbarland hatte die Staatsanwaltschaft erst am Ende Januar fünf Tonnen Marihuana beschlagnahmt, das aus Nordmazedonien gekommen sein soll. Einer der in Serbien festgenommenen Männer soll Miteigentümer jener Firma in Skopje sein, auf deren Gelände Marihuana und Cannabisöl gefunden wurden.
