Der Winter hat den Norden Deutschlands weiter fest im Griff. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg warnt der Wetterdienst erneut vor Glatteis. Der Flughafen BER setzte den Betrieb am Morgen erneut aus.
Glatte Gehwege und Straßen, Eisregen und schlechte Sicht wegen Nebels: Am frühen Morgen hat sich der Winter im Nordosten von seiner garstigen Seite gezeigt. Eine Unwetterwarnung sprach der Deutsche Wetterdienst für die Mecklenburger Seenplatte bis zur Ostsee aus, dort drohe gefrierender Regen mit Eisansatz. Weiter südlich gebe es Glatteis. Die Lage dürfte sich demnach im Tagesverlauf bei Temperaturen um den Gefrierpunkt langsam entspannen. Vereinzelt könne noch Schneegriesel fallen.
Betroffen vom Winterwetter war auch der Hauptstadtflughafen BER. Am frühen Morgen wurden alle Flüge vorerst gecancelt. Bis zum Mittag soll es keine Starts und Landungen geben. Der Winterdienst der Flughafengesellschaft habe die Startbahnen die gesamte Nacht über mit Enteisungsmittel behandelt, aber ohne Erfolg, sie seien spiegelglatt.
Wann der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden könne, sei aktuell unklar, hieß es vom Betreiber. Passagiere werden gebeten, ihren Flugstatus vor Anreise regelmäßig zu prüfen. Aufgrund von Blitzeis waren bereits am Vorabend keine Starts und Landungen möglich.
Bereits gestern eisglatte Straßen
Schon gestern hatte es auf der eisglatten Autobahn 10 bei Potsdam mehrfach gekracht. Nach Angaben der Polizei wurden dabei 19 Menschen verletzt. Drei der Verletzten kamen ins Krankenhaus. Es gab auch Behinderungen im Bahnverkehr zwischen Hannover und Berlin.
Im Laufe des Tages soll sich die Glatteislage dem jüngsten Warnlagebericht zufolge zumindest etwas entspannen. Für den Nordosten wird leichter Dauerfrost erwartet. Im Süden und Westen soll es mild werden. Zum Wochenende können sich laut DWD mildere Luftmassen bis in den Nordosten ausbreiten. Entlang des Rheins sollen die Höchsttemperaturen um die 10 Grad erreichen.
