Auf deutschen Autobahnen war 2025 besonders viel Geduld nötig. Denn laut ADAC standen die Menschen länger im Stau als im Vorjahr – insgesamt 478.000 Stunden. Besonders betroffen waren die Straßen in Nordrhein-Westfalen.
Der ADAC hat vergangenes Jahr 866.000 Kilometer Staus auf den deutschen Autobahnen gezählt. Das waren 7.000 mehr als im Vorjahr. Das entspricht etwa der Strecke von der Erde zum Mond, zurück und noch zweieinhalbmal um die Erde.
Die Staus auf den deutschen Autobahnen waren 2025 nicht nur länger, sie lösten sich auch langsamer auf. Insgesamt zählte der Verkehrsclub 478.000 Staustunden – 30.000 mehr als 2024. Vor allem Baustellen und mehr Verkehr führte demnach zu den Staus.
NRW am stärksten betroffen
Klarer Stauschwerpunkt war 2025 Nordrhein-Westfalen. Dort wurden rund 35 Prozent aller Staustunden registriert – weit mehr als in Bayern und Baden-Württemberg mit 13 und zehn Prozent oder als in Hessen mit sieben Prozent.
Die im Verhältnis zu ihrer Länge am schlimmsten betroffenen überregionalen Autobahnen waren A1, A3, A5 und A8.
ADAC erwartet 2026 noch mehr Stau
Im laufenden Jahr erwartet der ADAC eine weitere Verschärfung der Situation auf den Autobahnen. Eine moderate Zunahme des Verkehrsaufkommens werde voraussichtlich auch zu mehr Staus führen, heißt es vom Verkehrsclub.
Zudem sorgten auch die “dringend erforderlichen umfangreichen Baumaßnahmen zur Modernisierung Hunderter maroder Autobahnbrücken” für zusätzliche Behinderungen. Sie seien aber alternativlos, um das Autobahnnetz zukunftsfit zu machen.
Die Messungen beruhen auf Positions- und Geschwindigkeitsinformationen von Lkw-Flotten und Smartphone-Apps. Dabei wurden Staus und stockender Verkehr gezählt.
