Es ist eine Fusion der Superlative: Das Raumfahrtunternehmen SpaceX hat den KI-Entwickler xAI übernommen. Elon Musk kann somit viel frisches Geld in die KI-Sparte pumpen – und denkt laut über Rechenzentren im All nach.
Elon Musk hat das erfolgreiche Raumfahrtunternehmen SpaceX und seinen KI-Entwickler xAI zusammengelegt. Durch die Fusion kann Musk xAI mit frischem Kapital aus den Kassen der lukrativeren, größeren Firma SpaceX versorgen. Das KI-Unternehmen hat einen hohen Kapitalbedarf und starke Konkurrenten – unter anderem Google und den ChatGPT-Erfinder OpenAI.
Für SpaceX schlägt die Übernahme von xAI der Website “The Information” zufolge mit 250 Milliarden Dollar zu Buche. Offizielle Angaben dazu gab es nicht. Kombiniert sei das Unternehmen dann mit etwa 1,25 Billionen Dollar bewertet, schrieb der Finanzdienst Bloomberg. Weder SpaceX noch xAI sind an der Börse notierte Unternehmen, was eine Fusion vereinfacht. SpaceX ist seit Jahren unverzichtbar für das US-Raumfahrtprogramm. Musk hält nach bisherigen Informationen einen Anteil von rund 40 Prozent an den Unternehmen.
KI-Power aus dem All?
Der Weltraum-Fan Musk kündigte an, dass die verschmolzenen Unternehmen unter anderem Rechenzentren im All bauen sollen. Er schätze, dass dies in zwei bis drei Jahren der günstigste Weg sein werde, um Rechenleistung für Künstliche Intelligenz zu generieren, schrieb Musk in einem Blogeintrag.
Derzeit setzt xAI noch auf Rechenzentren auf dem Planeten. Im Januar wurden Investitionen von rund 20 Milliarden Dollar im Bundesstaat Mississippi angekündigt. Auch die xAI-Konkurrenten investieren massiv in neue Rechenzentren.
Ärger um Chatbot Grok
Der von xAI entwickelte Chatbot Grok sorgte zuletzt für viele negative Schlagzeilen. Die Software konnte leicht dazu verwendet werden, sexualisierte Darstellungen von Frauen und Kindern zu erstellen. Nachdem Behörden – auch in der EU – aktiv wurden, schränkte xAI die Möglichkeiten dazu ein.
