Restauriertes Kirchenfresko in Rom ähnelt Regierungschefin Meloni

Restauriertes Kirchenfresko in Rom ähnelt Regierungschefin Meloni

Ein Fresko zeigt einen Engel, der eine Karte von Italien hält. Seine Gesichtszüge ähneln denen von Giorgia Meloni.

Stand: 02.02.2026 14:58 Uhr

Nach seiner Restaurierung sorgt ein Fresko in einer Kirche Roms für Aufsehen. Ein Engel trägt nun Gesichtszüge, die denen von Regierungschefin Meloni ähneln. Die nimmt es mit Humor, doch nicht alle können über die Ähnlichkeit lachen.

Mitten in Rom steht die Basilika San Lorenzo in Lucina – und das bereits seit dem fünften Jahrhundert. Damit zählt die Basilika zu den ältesten Kirchen Italiens. Doch nun gerät sie in die Schlagzeilen, denn nach Restaurierungsarbeiten ziert auf einmal das Antlitz der amtierenden Regierungschefin Giorgia Meloni ein Fresko an der Wand des Gotteshauses.

Das Fresko in einer Seitenkapelle der Basilika zeigt zwei Engel, die neben der Marmorbüste des letzten italienischen Königs Umberto II. zu sehen sind. Und die Gesichtszüge einer der beiden Engel mit erhobenen Schwingen weisen nun eine deutliche Ähnlichkeit mit der Oktober 2022 regierenden italienischen Ministerpräsidentin auf. Der “Meloni-Engel” hält eine Schriftrolle mit den Umrissen Italiens in der Hand.

Zwei Engel blicken herab – der rechte hat eine verblüffende Ähnlichkeit mit Meloni.

Meloni nimmt es mit Humor

Für das neue Antlitz des Engelsfreskos verantwortlich ist Bruno Valentinetti, der als ehrenamtlicher Helfer für die Kirche tätig ist. Gegenüber Journalisten gab er zu, das Fresko restauriert zu haben. Eine gewollte Ähnlichkeit mit der Regierungschefin des Landes räumte er allerdings nicht ein, sondern fragte lediglich: “Wer sagt, dass es sich um Ministerpräsidentin Meloni handelt?”

Und Meloni selbst? Reagierte humorvoll auf ihr vermeintliches himmlisches Ebenbild. Bei Instagram postete sie ein Foto des Fresko, versehen mit einem lachenden Smiley und dem Kommentar: “Nein, ich sehe sicherlich nicht wie ein Engel aus.”

Die vermeintliche Ähnlichkeit nimmt Italiens Regierungschefin mit einem Augenzwinkern.

Bistum und Kulturministerium schalten sich ein

Doch nicht alle können über die Neugestaltung des Engels schmunzeln. Kritik kommt etwa aus der linken Opposition, dass es nicht einmal mehr Respekt vor der Kunst und der Kirche gebe. Die Restaurierung beschäftigt inzwischen auch das zuständige Bistum Rom. Bischof von Rom ist übrigens Papst Leo XIV. Das Vikariat kündigte an, mögliche Maßnahmen zu prüfen und das Bistum betonte, Restaurierungsarbeiten sollten “ohne Änderungen oder Ergänzungen” vollzogen werden. Die Veränderung des Gesichts des Engels sei eine Initiative des Dekorateurs gewesen, die den zuständigen Stellen nicht mitgeteilt worden sei.

Auch das Kulturministerium schaltete sich ein und wies den obersten Denkmalschützer Roms an, das Gemälde zu inspizieren, um danach über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Allerdings ist das Fresko jung, es stammt aus dem Jahr 2000, wie der Pfarrer der Kirche, Daniele Micheletti, mitteilte. Es habe nach einem Wasserschaden restauriert werden müssen, stehe aber nicht unter Denkmalschutz.

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