Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr haben begonnen

Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr haben begonnen

Straßenbahnen stehen in Düsseldorf im Depot.

Stand: 02.02.2026 04:25 Uhr

Berufspendler und Schüler müssen heute starke Nerven haben: Für 15 Bundesländer gibt es einen Warnstreik-Aufruf für den öffentlichen Nahverkehr. Busse und Straßenbahnen fahren nur sehr eingeschränkt.

In fast allen Bundesländern wird es heute zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr kommen. Grund ist ein Aufruf zum Warnstreik der Gewerkschaft ver.di. Busse, Straßen- und U-Bahnen bleiben bei vielen kommunalen Verkehrsunternehmen infolge des Arbeitskampfs in den Depots. Es wird allerdings eine Reihe von Leerfahrten ohne Passagiere geben, um Oberleitungen eisfrei zu halten.

Betroffen sind 15 Bundesländer, teilte ver.di mit. Lediglich in Niedersachsen gilt nach Angaben der Gewerkschaft noch die Friedenspflicht für die etwa 5.000 Beschäftigten.

Gerade der Berufs- und Schülerverkehr am Montagmorgen wird für viele Menschen zur Herausforderung werden. Pendler, Eltern und Schüler müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen. Ver.di hatte die Warnstreiks am Freitag angekündigt. So konnten die Verkehrsbetriebe und auch Bürgerinnen und Bürger einige Vorkehrungen treffen.

Rheinland-Pfalz und Saarland starteten

Regional begann der Arbeitskampf schon am Sonntagabend. Seit 22.00 Uhr gilt der der Warnstreikaufruf zum Beispiel für Mainz und weite Teile des Nahverkehrs in Rheinland-Pfalz.

Auch im benachbarten Saarland kehrten Busse und Bahnen kehrten gegen 22.00 Uhr in die Depots zurück.

In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert ver.di unter anderem kürzere Wochenarbeitszeiten und längere Ruhezeiten, aber auch höhere Zuschläge. Bundesweit sind Kundgebungen der streikenden Beschäftigten angekündigt.

S-Bahnen in Ballungsräumen fahren normal

Die Regional- und S-Bahnen der Deutschen Bahn sind hingegen nicht betroffen. “Die S-Bahnen in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Köln, Nürnberg, Rhein-Main und der Regional- und Fernverkehr der DB werden als Unternehmen nicht von ver.di vertreten und sind daher von dem Streik nicht betroffen”, teilte der Konzern mit.

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