Portugal wappnet sich nach Wintersturm “Krista” für neue Unwetter

Portugal wappnet sich nach Wintersturm “Krista” für neue Unwetter

POrtugals Rebelo de Sousa besichtigt Sturmschäden.

Stand: 31.01.2026 19:56 Uhr

In Portugal werden die Folgen des Wintersturms deutlich: In einigen Landesteilen gibt es große Schäden, Tausende Menschen sind noch immer ohne Strom, Wasser und Internet. Meteorologen sagen für die nächsten Tage erneut Unwetter voraus.

In Portugal haben die Behörden nach einem heftigen Unwetter mit fünf Toten vor neuem Starkregen und Überschwemmungen gewarnt. Wegen der erwarteten heftigen Regenfälle sprach der Wetterdienst Ipma für das gesamte portugiesische Festland eine Unwetterwarnung bis Montag aus.

Im Zentrum des Landes waren infolge des Sturms “Kristin” nach Angaben des Energieversorgers E-Redes immer noch fast 200.000 Haushalte ohne Strom. Laut der neuen Unwetterwarnung des Wetterdienstes drohen Überschwemmungen, weil die Böden nach den Unwettern der vergangenen Tage schon vollständig mit Wasser gesättigt sind und Flüsse bereits viel Wasser führen. Der portugiesische Zivilschutz warnte auch vor Sturzfluten, Erdrutschen und Steinschlägen. Den Menschen wurde geraten, lose Gegenstände zu sichern, gefährdete Küsten- und Flussgebiete zu meiden und beim Autofahren vorsichtig zu sein.

Weiterhin massive Schäden

Der Durchzug des Sturms “Kristin” in der Nacht zum Mittwoch hatte bereits für Überschwemmungen und erhebliche Schäden gesorgt. Der portugiesische Rettungsdienst musste nach eigenen Angaben zu 34 Land- und zu 17 Wasserrettungen ausrücken. Landesweit stürzten rund 5800 Bäume um. Die meisten von Stromausfällen betroffenen Haushalte und Betriebe befinden sich in Leiria im Zentrum des Landes, wo hunderte Stromgeneratoren im Einsatz waren.

Am Freitag waren nach Angaben des Chefs des Stromnetzbetreibers REN, Rodrigo Costa, noch etwa 650 Kilometer Oberleitungen außer Betrieb gewesen. Schulen und Museen blieben geschlossen und Bahnlinien außer Betrieb. “Das Ausmaß der Schäden ist enorm”, sagte Präsidialamtsminister António Leitão Amaro bei einem Besuch im Katastrophengebiet in Begleitung von EU-Energiekommissar Dan Jörgensen.

Unwetter auch über Mallorca

Auch über die spanische Ferieninsel Mallorca zog ein weiterer Sturm mit Windgeschwindigkeiten in Berglagen von bis zu 100 Kilometern pro Stunde und viel Regen hinweg. Am Wochenende können sich die Menschen dort aber auf ruhigeres Wetter und Sonnenschein mit bis zu 15 Grad freuen, bevor es nach Angaben des nationalen Wetterdienstes Aemet nächste Woche wieder Schauer geben könnte. An den Küsten muss mit hohem Wellengang gerechnet werden.

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