Explosionen in Iran – Ursache unklar

Explosionen in Iran – Ursache unklar

Zerstörungen durch Explosion im Iran

Stand: 31.01.2026 15:37 Uhr

Nach den Angriffsdrohungen der USA ist die Lage im Iran unübersichtlich. Das Land versetzte seine Streitkräfte in höchste Alarmbereitschaft. Es gibt Berichte über mehrere Detonationen, in einem Fall handelte es sich aber wohl um eine Gasexplosion.

Inmitten wachsender Kriegssorgen haben sich im Iran mehrere Explosionen ereignet, deren Ursache aber nicht klar ist. Bei einer Detonation in der Hafenmetropole Bandar Abbas im Süden des Landes am Persischen Golf seien eine Person getötet und 14 Menschen verletzt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Augenzeugen berichteten auch von einer Explosion nahe der iranischen Hauptstadt Teheran. Das iranische Online-Portal “Nur News” berichtete zudem unter Berufung auf den Feuerwehrchef der Stadt Ahwas im Südwesten des Landes, dass sich dort eine Gasexplosion ereignet habe. Den Angaben zufolge gab es vier Tote.

Die Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden (IRGC) nahesteht, dementierte Gerüchte, wonach die Explosion in Bandar Abbas ein Anschlagsversuch auf den Kommandeur der IRGC-Marine, Aliresa Tangsiri, gewesen sei. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna veröffentlichte ein Foto einer teilweise zerstörten Häuserfront eines mehrgeschossigen Wohnhauses.

Marinemanöver nach US-Drohungen

In Kürze beginnt ein dreitägiges Marinemanöver der Revolutionsgarden im Persischen Golf, an dem auch China und Russland teilnehmen sollen. Hintergrund sind militärische Spannungen. US-Präsident Donald Trump hatte eine Flotte samt Flugzeugträger in die Region verlegt.

Trump hatte der Führung in Teheran wiederholt gedroht, in dem Land einzugreifen, nachdem der Sicherheitsapparat brutal gegen Proteste vorgegangen war. “Wir haben eine große Armada, Flotte, nennen Sie es, wie sie wollen, die gerade Kurs auf den Iran nimmt, sogar größer als das, was wir in Venezuela hatten”, sagte er.

Eine Antwort auf die Frage, ob er einen ähnlichen Militäreinsatz wie in Venezuela plane, falls kein Abkommen mit dem Iran zustande komme, lehnte Trump ab. Anfang Januar hatten US-Spezialkräfte den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro in Caracas gefangengenommen und nach New York gebracht, wo ihm der Prozess gemacht werden soll

Streitkräfte in höchster Alarmbereitschaft

Iran verkündete, dass die Streitkräfte des Landes in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden seien. “Wenn der Feind einen Fehler macht, wird dies zweifellos seine eigene Sicherheit, die Sicherheit der Region und die Sicherheit des zionistischen Regimes gefährden”, warnte Armeechef Amir Hatami nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian wirft den USA, Israel und europäischen Staaten vor, die jüngsten Unruhen im Land geschürt zu haben. In einer live im Staatsfernsehen übertragenen Ansprache sagte Peseschkian am Samstag, diese Länder hätten die wirtschaftlichen Probleme des Iran ausgenutzt, um die Gesellschaft zu spalten. Sie hätten versucht, “dieses Land zu zerreißen”. US-Präsident Donald Trump, der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und die Europäer hätten die Unzufriedenheit für ihre Zwecke instrumentalisiert. Es sei offensichtlich, dass es sich nicht nur um soziale Proteste gehandelt habe, fügte Peseschkian hinzu.

Weiter diplomatische Bemühungen

Staaten in der Region wie die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien bemühen sich unterdessen diplomatisch darum, eine militärische Konfrontation zwischen Washington und Teheran zu verhindern. Außenminister Araghtschi wies Forderungen der USA nach einer Einschränkung des iranischen Raketenprogramms jedoch zurück. Das Raketenprogramm stehe nicht zur Verhandlung, sagte er bei einem Besuch in der Türkei am Dienstag.

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