Sie verlangen mehr Wertschätzung und mehr Geld – dafür sind etwa 12.000 Beschäftigte aus dem Bildungsbereich in fünf Städten auf die Straße gegangen. Die Gewerkschaft GEW fordert sieben Prozent mehr Gehalt.
Etwa 12.000 Beschäftige aus dem Bildungsbereich haben nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bundesweit für mehr Geld gestreikt.
Mit zentralen Kundgebungen in fünf Städten untermauerten die Lehrkräfte und andere Beschäftigte laut GEW ihre Forderungen nach einer deutlichen Einkommenserhöhung. Dabei geht es um die laufende Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder.
Lehrkräfte, Sozialarbeiter und Erzieher streiken
Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber ein monatliches Plus von 300 Euro. An den Streiks und Aktionen beteiligten sich Lehrkräfte an Schulen, Sozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie Erzieherinnen und Erzieher, Lehrende an Hochschulen und studentische Beschäftigte. In Berlin gingen nach Gewerkschaftsangaben 3.500 Beschäftigte auf die Straße, in Leipzig 3.000, in Hamburg 2.500, in Mannheim rund 2.000 und in Köln 700.
GEW-Chefin Maike Finnern sagte: “Die Beschäftigten im Bildungsbereich haben ein deutliches Signal gesetzt, dass die Arbeitgeber mit ihrer bisherigen Blockadeposition nicht durchkommen.” In der nächsten Tarifrunde müsse ein Angebot vorgelegt werden, dass die Leistungen der Pädagoginnen und Pädagogen in Kitas, an Schulen und Hochschulen wertschätze.
Länder weisen Forderungen als überhöht zurück
Bis zur dritten Verhandlungsrunde vom 11. bis 13. Februar ist mit weiteren Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder zu rechnen. In mehreren Tarifauseinandersetzungen war in den vergangenen Jahren deutlich geworden, dass die Gewerkschaften den Sozial- und Erziehungsdienst, aber auch die Schulen vielfach nicht ausreichend bezahlt sehen.
Die Länderfinanzminister weisen die Forderungen der Gewerkschafter als überhöht zurück. Sie haben bislang kein eigenes Angebot vorgelegt, sondern nur einen sogenannten Einigungskorridor. Dieser sieht im Wesentlichen einen Inflationsausgleich bei einer Laufzeit von 29 Monaten vor. Die GEW-Vorsitzende Maike Finnern warf der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) eine Blockadehaltung vor.
