Wegen Warnstreiks an Schulen kann es zu Unterrichtsausfällen kommen – vor allem im Osten Deutschlands. Bundesweit wollen zehntausende Beschäftigte aus dem Bildungswesen streiken. Hintergrund ist der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat heute bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen. Vor allem in den östlichen Bundesländern könnte deshalb Unterricht ausfallen, wie ein GEW-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa sagte. Der Umfang ist noch offen.
Zugleich wollen in ganz Deutschland zehntausende Beschäftigte aus dem Bildungswesen auf die Straßen gehen, kündigte die GEW an. Der Umfang der Ausstände im laufenden Tarifkonflikt um den öffentlichen Dienst der Länder wird laut den Gewerkschaften in den einzelnen Regionen geplant.
Kundgebungen von Hamburg bis Mannheim
In den östlichen Bundesländern sind Lehrkräfte nach GEW-Angaben in großer Anzahl nach wie vor angestellt. Deshalb steht ihnen eine Streikteilnahme offen – anders als Beamtinnen und Beamten. Eine Betreuung betroffener Schülerinnen und Schüler solle vor Ort sichergestellt werden, hieß es.
Bei mehreren Kundgebungen wollen Beschäftigte – Beamte wie Angestellte – auf die Straßen gehen. In Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig und Mannheim soll es laut GEW zentrale Veranstaltungen geben. In Berlin wollen etwa auch Beschäftigte aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern demonstrieren, in Köln auch Betroffene aus Rheinland-Pfalz.
Kein Fortschritt in der Tarifrunde
Die Gewerkschaften fordern eine inhaltsgleiche Übertragung eines Tarifergebnisses für die Tarifbeschäftigten auf die Beamtinnen und Beamten in den einzelnen Ländern. Bei den Gewerkschaften werden nach Angaben eines Sprechers in einzelnen Ländern wegen der Kosten Widerstände dagegen befürchtet. Die GEW wirft den Arbeitgebern vor, bisher kein Angebot in der Tarifrunde vorgelegt zu haben.
Mit weiteren Warnstreiks bis zum dritten Aufeinandertreffen der Verhandlungspartner am 11. Februar ist zu rechnen. In den Verhandlungen fordern ver.di und der deutsche Beamtenbund dbb unterstützt von der GEW und anderen Gewerkschaften sieben Prozent mehr Lohn, monatlich mindestens 300 Euro. Die Arbeitgeber hatten das als unbezahlbar abgelehnt.
