USA wollen offenbar Sanktionen gegen Venezuela lockern

USA wollen offenbar Sanktionen gegen Venezuela lockern

Blick auf die Raffinerie El Palito in Puerto Cabello, Bundesstaat Carabobo, Venezuela.

Stand: 28.01.2026 10:45 Uhr

Die USA haben begonnen, eingefrorene venezolanische Vermögenswerte freizugeben. Nun sollen auch Sanktionen gelockert werden. Derweil droht Rubio der Übergangspräsidentin, sollte sie sich einer Zusammenarbeit verweigern.

Die USA wollen einem Bericht zufolge die Sanktionen gegen den venezolanischen Energiesektor lockern. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters sollen etwa Auflagen gegen den Energiesektor gelöst werden. Geplant ist demnach eine allgemeine Lizenz, die Ausnahmen für mehrere Unternehmen gleichzeitig ermöglicht. Das bisherige Vorgehen, bei dem einzelnen Unternehmen betrachtet wurden wurden, hätte die Pläne für eine rasche Ausweitung der Exporte und Investitionen verzögert, heißt es.

Nach der Absetzung und Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro Anfang des Monats hatten die USA eine Lockerung der Sanktionen in Aussicht gestellt. Damit sollen unter anderem ein Öl-Lieferabkommen im Wert von zwei Milliarden US-Dollar sowie ein Wiederaufbauplan für die Ölindustrie über 100 Milliarden US-Dollar möglich werden.

Außenminister Rubio droht Rodríguez

Nach Angaben der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez haben die USA zudem mit der Freigabe eingefrorener Vermögenswerte begonnen. Das Geld solle in medizinische Ausrüstung investiert werden, sagte sie im Staatsfernsehen. Eine genaue Summe nannte die Übergangspräsidentin nicht.

US-Außenminister Marco Rubio drohte Rodríguez derweil mit schweren Folgen, sollte sie sich einer Zusammenarbeit mit den USA widersetzen. Die USA seien bereit, “Gewalt einzusetzen, um maximale Zusammenarbeit sicherzustellen”, heißt es in einer Rede, die er heute halten will.

Rodríguez, die Stellvertreterin Maduros, setzt seit der Absetzung des Präsidenten auf eine Annäherung mit Washington. Sie unterstützt etwa eine Öffnung des Ölsektors für ausländische Investoren und ließ politische Gefangene frei.

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