Tarifverhandlungen: Warnstreiks im Öffentlichen Dienst starten

Tarifverhandlungen: Warnstreiks im Öffentlichen Dienst starten

Teilnehmer einer Demonstration in Greifswald halten Ballons in die Luft und tragen ein Banner.

Stand: 27.01.2026 13:48 Uhr

Ab heute sind die Auswirkungen des Tarifkonflikts im Öffentlichen Dienst deutschlandweit zu spüren. An mehr als 20 Unikliniken finden Warnstreiks statt. Ab morgen sollen weitere Bereiche stillstehen.

Mit bundesweiten Warnstreiks wollen die Gewerkschaften den Druck im aktuellen Tarifstreit um den Öffentlichen Dienst verstärken. In dieser Woche sollen schrittweise verschiedene Bereiche stillstehen, insbesondere im Gesundheitswesen und in Bildungseinrichtungen.

Für heute und morgen sind zunächst die Beschäftigten von 22 Unikliniken deutschlandweit aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Für Patienten brächten die Klinik-Warnstreiks “deutliche Einschränkungen”, teilte die Gewerkschaft ver.di mit. Eine Notfallversorgung sei jedoch gesichert.

Auch Streiks an Schulen und Kitas möglich

Am Mittwoch ruft ver.di außerdem zu einem Campus-Warnstreiktag auf: In mehr als 60 Städten sollen Beschäftigte aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen für die Tarifforderungen demonstrieren.

Anschließend veranstaltet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Donnerstag einen bundesweiten Streiktag im Bereich Bildung. Aufgerufen sind unter anderem Tarifbeschäftigte in Kitas, Schulen, Hochschulen und Bezirksämtern.

In den Tarifverhandlungen des Öffentlichen Dienstes gab es seit Dezember keine Aussicht auf eine Einigung. Die Gewerkschaften forderten sieben Prozent mehr Lohn, monatlich mindestens 300 Euro. Die Arbeitgeber hatten das als unbezahlbar abgelehnt. Bis zur dritten Verhandlungsrunde vom 11. bis zum 13. Februar ist mit weiteren Warnstreiks zu rechnen.

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