Vor den Philippinen ist eine Fähre mit mehr als 350 Menschen an Bord gekentert. Mindestens 18 Menschen starben, Hunderte konnten gerettet werden – doch noch gibt es mehrere Vermisste.
Bei einem Fährunglück im Süden der Philippinen sind nach Behördenangaben mindestens 18 Menschen gestorben. Mehr als 300 weitere wurden gerettet. Mindestens 24 Menschen gelten noch immer als vermisst. Das Unglück ereignete sich in der Nacht auf der Route von Zamboanga auf der Insel Mindanao zur Insel Jolo.
Nach Angaben der Küstenwache waren auf der dreistöckigen Fähre insgesamt 359 Menschen an Bord, darunter 332 Passagiere und 27 Crew-Mitglieder. Das Schiff sank nahe der Provinz Basilan, etwa 900 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila.
Unglücksursache noch unklar
Ein Sprecher der Küstenwache sprach von mehr als 300 Geretteten. Die Suche nach den Vermissten dauere an, teilten die Behörden mit.
Die genauen Umstände des Unglücks werden noch untersucht. Die Fähre hat rund vier Stunden nach der Abfahrt ein Notsignal abgesetzt. Augenzeugen zufolge war die See zu dieser Zeit ruhig. Zu möglichen ausländischen Passagieren gibt es derzeit keine Informationen. Jolo gilt wegen der Präsenz islamistischer Terrorgruppen als sehr gefährlich und ist kein Touristenziel.
Aufnahmen von lokalen Behörden zeigen, wie Rettungskräfte Überlebende barfuß und in Decken gehüllt an Land bringen. Der Schiffsbetreiber Aleson Shipping Lines sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und bat um Geduld, während die Sucharbeiten andauern.
Häufig Unglücke auf hoher See
Schiffe sind auf den Philippinen mit mehr als 7.000 Inseln ein zentrales Verkehrsmittel. Millionen Menschen nutzen sie häufig. Wegen unzureichender Sicherheitsstandards und Überbelegung ist es in der Vergangenheit jedoch immer wieder zu Unfällen gekommen.
So starben 2023 bei einem Feuer auf einer Passagierfähre fast 30 Menschen. Die schwerste Schiffskatastrophe in Friedenszeiten ereignete sich 1987, als eine Fähre mit einem Tanker kollidierte und mehr als 4.000 Menschen ums Leben kamen.
