In Bremen haben Unbekannte das Wohnhaus der Verfassungsschutz-Chefs attackiert – mit Christbaumkugeln, die mit Farbe gefüllt waren. Auch ein Auto wurde demoliert. Die Bremer Innensenatorin spricht von einer Grenzüberschreitung.
Das Auto gehörte allerdings einer unbeteiligten Nachbarsfamilie – dort wurden die Reifen zerstochen und die Scheiben eingeschlagen.
Bremens Innensenatorin Eva Högl sprach von einer Grenzüberschreitung. Die SPD-Politikerin machte Anhänger der linksextremistischen Szene für die Tat verantwortlich. Vermutlich stehe die Attacke im Zusammenhang mit der vermeintlichen Enttarnung einer V-Person, so Högl. “Der Angriff zeigt überdeutlich, dass gewalttätige Extremisten völlig zu Recht in Bremen intensiv beobachtet werden und im Fokus der Sicherheitsbehörden stehen.”
FDP spricht von Einschüchterungsversuch
Auch die Bremer Grünen und die FDP verurteilten die Attacke: “Eine solche Tat ist kriminell und in jeder Hinsicht inakzeptabel”, sagte der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Emanuel Herold. Die FDP spricht von einem Angriff auf den Rechtsstaat und einem gezielten Einschüchterungsversuch. “Es kann nicht sein, dass die Linken sich als Teil der Regierungskoalition öffentlich hinter Linksextremisten stellen und damit gegen die Behörden, die unseren Rechtsstaat schützen”, sagte der innenpolitische Sprecher, Marcel Schröder.
Der Staatsschutz der Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und sucht nun Zeugen.
